Ansteckung mit dem Coronavirus: Das Immunsystem gezielt stärken oder nicht?

Corona-Virus, Erkältung, Immunsystem: Schema Mensch wird von Bakterien attackiert - Erkältung, Influenza

Das Coronavirus breitet sich immer noch aus. Ab dem 27. April herrscht deutschlandweit Maskenpflicht in Bus, Bahn und beim Einkaufen. Vor allem jetzt ist es wichtig, das Immunsystem gezielt zu stärken. Denn an einem Impfstoff arbeiten die Forscher noch mit Hochdruck. Doch Achtung: Das Immunsystem darf nicht überreagieren.

Patienten mit schweren Krankheitsverläufen nach einer Ansteckung mit Covid-19 weisen oftmals Vorerkrankungen auf oder gehören zu einer Risikogruppe. In vielen Fällen verläuft die Krankheit aber auch mild. Das Immunsystem spielt hier eine entscheidende Rolle. Hilfreich sind immunmodulierende Substanzen, die Entzündungsreaktionen mindern oder gar verhindern können.

Vitamin D wirkt entzündungshemmend 

Jetzt im Frühjahr brauchen wir das Sonnenvitamin D. Das Super-Vitamin wirkt immunregulierend und entzündungshemmend. Vor allem werden entzündliche Überreaktionen abgemildert. Diese treten bei Covid-19-Patienten häufiger auf. Personen, die an Vitamin-D-Mangel leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen. Wer das Vitamin zuführt, kann das Risiko um 70 % minimieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt explizit die Einnahme von Vitamin D. 

Viren treten über die Schleimhäute ein

Üblicherweise treten Viren über die Schleimhäute ein, sprich Mund und Nase. Daher halten wir seit Wochen mindestens 1,5 Meter Abstand zu Mitmenschen und tragen Masken. Ab dem 27. April gibt es nun eine deutschlandweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie beim Einkaufen. Diese Regelung soll die Verbreitung des Virus weiter eindämmen. Einfach Atemschutzmasken schützen vor allem andere Mitmenschen vor einer Tröpfcheninfektion. Medizinische Masken mit Filter schützen auch den Träger. Viele Menschen haben sich selbst eine Maske aus Stoff genäht, da die Schutzkleidung in den letzten Wochen Mangelware war. Online gibt es mittlerweile auch wieder Nachschub. Wer also bislang keine eigene Maske in der Apotheke ergattern konnte, kann sich zum Beispiel bei gluehbirne.de eindecken

Hals- und Rachenschleimhäute schützen

In der Coronapandemie ist es unerlässlich, Hals- und Rachenschleimhäute zu schützen. Neben der Schutzkleidung bieten wirksame Polyphenole, zum Beispiel aus Granatäpfeln, Widerstand gegen Viren. Auch in Holunderbeeren, Zistrose und Propolis finden sich antivirale Wirkstoffe. Granatapfel-Polyphenole töten zum Beispiel Grippeviren ab. 

Um das Immunsystem weiter zu stärken sind Vitamin C, Zink und Selen ratsam. Ein Selenmangel erhöht zum Beispiel die Anfälligkeit für Infekte. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf helfen dem Immunsystem in dieser schweren Zeit ebenfalls.

Warum das Immunsystem für Covid-19-Patienten gefährlich werden kann

Unser Immunsystem schützt unseren gesamten Organismus vor Erregern. Es kann sich allerdings auch gegen uns richten und bei einer Covid-19-Erkrankung die Lunge stark schädigen. Das kann das Leben kosten. 

Das Immunsystem kennt das neuartige Virus noch nicht und geht daher zuerst nicht von einer Gefahr aus. 

Zum Hintergrund: Das Immunsystem hat die Aufgabe unbekannte Erreger zu erkennen und eine Infektion zu verhindern. Das erledigen die Killerzellen. Ein starkes Immunsystem schafft das von allein.

Auf der Intensivstation wurden andere Situationen beobachtet. Bei schweren Verläufen wurde das Immunsystem gefährlich und richtete sich gegen den Körper. Diese fehlerhafte Reaktion tritt auch bei anderen Virusgrippen oder Mumps auf. Das Immunsystem verfehlte bei Corona-Patienten die Viren und richtete sich stattdessen gegen eigenes Gewebe, vor allem die Lunge. Lebensgefährliche Lungenschäden sind die Folge – durch das Virus und die fehlerhafte Immunreaktion. Ärzte aus Bergamo haben beispielsweise festgestellt, dass Patienten nach einer Organtransplantation nur unter leichten Symptomen litten, obwohl ihr Immunsystem geschwächt war. Die Ärzte schlussfolgern daraus: Das Virus kann die Patienten nach einer OP zwar leicht infizieren, aber ihr Abwehrsystem ist zu schwach für die gefährliche Überreaktion.

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