Angeborene Herzfehler: Frühchen und Mehrlinge öfter betroffen

Eines von 100 Neugeborenen kommt mit einem Herzfehler zur Welt. Mehrlingsschwangerschaft, Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht waren dabei doppelt so häufig vertreten wie im Bundesdurchschnitt, fasst Prof. Dr. Angelika Lindinger (Universitätsklinikum Homburg) die Ergebnisse der Deutschland-weiten PAN-Studie (Prävalenz angeborener Herzfehler bei Neugeborenen) zusammen. Die Studie wurde auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) vorgestellt. Von Mittwoch bis Samstag (27. bis 30. April) diskutieren in Mannheim mehr als 7500 Teilnehmer aus rund 25 Ländern aktuelle Entwicklungen aus allen Bereichen der Kardiologie.

Der bei weitem häufigste angeborene Herzfehler mit fast der Hälfte der registrierten Fälle ist der Ventrikelseptumdefekt (48,9 Prozent), bei dem eine Verbindung zwischen den beiden großen Herzkammern besteht, gefolgt vom Vorhofseptumdefekt (17 Prozent), also der Verbindung zwischen linker und rechter Vorkammer, und der Pulmonalklappenstenose (6 Prozent).
Bei 39,3 Prozent wurde der Herzfehler bereits pränatal festgestellt, bei drei Viertel dieser vorgeburtlich entdeckten Schädigungen war der Herzfehler stark ausgeprägt.

Quelle: Lindinger et al., Zur Prävalenz angeborener Herzfehler in Deutschland, Abstract V1504, Clin Res Cardiol 100, 2011

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Vom 27.-30. April 2011 in Mannheim:
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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7500 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.

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