Anbauen mit Massivholzmauer

(djd). Ältere Eigenheime, die schon vor ein paar Jahrzehnten erbaut wurden, entsprechen nicht immer den Ansprüchen, die viele Menschen heute an ihre eigenen vier Wände stellen. Vielleicht sind die Räume zu klein, vielleicht fehlt einfach Platz für die Kinder, für ein Home Office oder ein raumgreifendes Hobby. Wenn das Grundstück noch Platzreserven bietet, kann man einen Anbau ans Haus ins Auge fassen. Am einfachsten geht das mit Holz, zum Beispiel mit der Massivholzmauer. Kurze Bauzeiten trotz Massivbauweise, große architektonische Gestaltungsfreiheit, gute Energiebilanz und wohngesunde Eigenschaften: Dieser massive Holzwerkstoff bietet für Hausbauten und größere Anbauten ans bestehende Bauwerk eine Reihe von Vorteilen.

Vorfertigung im Werk verkürzt die Bauzeiten vor Ort

Die Bauteile für ein Gebäude aus Massivholzmauer werden nach Plänen eines Architekten oder Bauplaners auf Maß vorgefertigt, mehr Infos gibt es unter http://www.massivholzmauer.de im Internet. Auch die Aussparungen für Türen und Fenster sowie die Installationsschächte für Trinkwasser, Abwasser, Strom- und Kommunikationsleitungen können im Werk vorbereitet werden. Die Bauzeiten auf der Baustelle vor Ort sind sehr kurz, wenn eine Bodenplatte für das neue Bauteil gelegt ist. Die vorgefertigten Teile werden auf die Baustelle geliefert, mit einem Kran in die gewünschte Position gebracht und dann untereinander verschraubt. So kann der Rohbau binnen weniger Tage stehen. Besonders bei Hauserweiterungen im bewohnten Bestand hat das Vorteile, da die Belästigung für die Bewohner gering bleibt. Im Unterschied zu Mauerwerk oder Beton muss ein Anbau aus Massivholzmauer nicht erst über einen längeren Zeitraum austrocknen, sondern kann sofort ausgebaut und bewohnt werden.

Gestaltungsfreiheit in Massivholz

Massivholzmauer-Anbauten eignen sich für so gut wie jede Bausubstanz. Massivholztypische Eigenschaften wie das „Arbeiten“ oder Setzen des Holzes können dank des besonderen Herstellungsverfahrens nicht auftreten, sodass auch eine direkte Verbindung mit anderen Massivbaustoffen gut möglich ist. Als Fassadenabschluss eignen sich alle gängigen Werkstoffe, mineralische Putze ebenso wie Plattenmaterialien aller Art für eine vorgehängte Fassade. So kann ein neuer Baukörper genau passend zum bestehenden Haus oder bewusst kontrastierend gestaltet werden. Auch beim Innenausbau sind alle üblichen Wandgestaltungen möglich.

Massivholz mit sehr guten statischen Eigenschaften

Eine Massivholzmauer besteht ausschließlich aus massivem Holz und Aluminium-Rillenstiften zur Verbindung. Hergestellt wird es auf großen Spezialmaschinen. Sie verpressen Bretter in Kreuzlagen bis zur gewünschten Wandstärke. Zur Fixierung der Bretterlagen dienen die Aluminium-Rillenstifte, es kommen weder Leime noch sonstige chemische Zusätze zum Einsatz. Vor der Verpressung werden die Bretter genutet. Dadurch entstehen Lufteinschlüsse in der Wand, die die Wärmedämmeigenschaften deutlich verbessern. Die Verpressung in Kreuzlagen führt dazu, dass sich die fertige Wand ähnlich wie bei einer Tischlerplatte nicht mehr verziehen kann.

Raumklima und Luftfeuchtigkeit: gut

Baubiologisch bietet ein Massivholzmauer Bau hervorragende Eigenschaften. Der Baustoff belastet die Luft in den Innenräumen nicht mit schädlichen Emissionen. Zudem kann Holz Feuchtigkeit aufnehmen und vorübergehend speichern, sodass die Wände einen Beitrag dazu leisten, Raumklima und Luftfeuchtigkeit stabil zu halten. Empfehlenswert sind deshalb beim Innenausbau sogenannte dampfdiffusionsoffene Materialien wie mineralische Putze, Lehmputze, Holzverkleidungen und Mineralfarben. Dispersionsfarben auf Acrylbasis beispielsweise sind weniger empfehlenswert, da sie eine Dampfsperre oder Dampfbremse bilden, sodass die Feuchtigkeit aus der Raumluft nicht in die Wand gelangen kann.

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