Altersmedizin-Kongress mit Teilnehmerrekord: „Verschmelzung unterschiedlicher Disziplinen gelungen“

Im Abschlussgespräch ziehen die beiden Kongress-Präsidenten Professorin Ursula Müller-Werdan (DGGG) und Professor Hans Jürgen Heppner (DGG) eine positive Kongressbilanz.

Was nehmen Sie nach diesem Kongress mit nach Hause?

Prof. Dr. Heppner: Vor allem ein sehr positives Gefühl. Es war ein gut organisierter Kongress in einem angenehmen Ambiente. Wir freuen uns außerdem besonders über die durchgehend hohe Qualität der Workshops und Symposien. Auch die gastgebenden Fachgesellschaften haben sich auf diesem Kongress sehr gut präsentiert. Der Zuspruch hätte besser nicht sein können. Mit insgesamt 1.121 Kongress-Besuchern haben wir einen absoluten Rekord erzielt.

Welche Take-Home-Message gibt es für die Teilnehmer?

Prof. Dr. Müller-Werdan: Technik und Altersmedizin sind keine Gegensätze: tatsächlich kann die neuere technologische Entwicklung den Patientenkomfort immens verbessern. Das ist ein Thema, das wir deswegen in der Geriatrie und Gerontologie weiter voranbringen müssen. Und ich denke, das ist uns in den vergangenen Kongress-Tagen gut gelungen. Zudem wurde in vielen Sitzungen klar herausgestellt, dass zukünftig Prävention ein wichtiges Thema auch in der Altersmedizin werden sollte.

Gibt es weitere Erkenntnisse nach Köln?

Prof. Dr. Müller-Werdan: Wieder einmal hat sich gezeigt, dass eine multidisziplinäre Ausrichtung es den Teilnehmer ermöglicht, sich noch facettenreicher zu vernetzen und auszutauschen. Wir hatten neben nationalen auch Keynote-Speaker mit internationaler Affiliation und Stipendiaten der Gerontological Society of America mit dabei, die wir den einzelnen Symposien zugeordnet haben. Dass der Kongress auch international auf große Resonanz gestoßen ist, zeigt uns, dass wir mit der Ausrichtung, nicht nur nationale Symposien mit aufzunehmen, genau den richtigen Weg gegangen sind.

Was halten Sie von den neuen Vortrags- und Präsentationsformen?

Prof. Dr. Heppner: Wir freuen uns, dass einige neue Formate sehr gut angenommen worden sind. Am Samstag hatten wir eine tolle Weiterbildungsmöglichkeit auf dem Kongress, einen kostenpflichtigen Workshop zum Thema Schlafmedizin, der auf guten Anklang gestoßen ist. Auch lockere Formate wie der Kaffeeklatsch mit den Kongress-Präsidenten sind für das erste Mal auf eine sehr positive Resonanz gestoßen. Ein besonderes Highlight war für mich auch der Fotografiebeitrag über die Hundertjährigen, der den Kongress zusätzlich um eine künstlerische Komponente bereichert hat.

In diesem Jahr war es ja ein gemeinsamer Kongress von DGG und DGGG. Ist der gemeinschaftliche Aspekt gelungen?

Prof. Dr. Heppner: Durch die Wahl des Mottos „Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen“ ist uns aus meiner Sicht tatsächlich eine gute Verschmelzung der verschiedenen Herausforderungen des Alterns aus gerontologischer und geriatrischer Sicht gelungen. Der Kongress hat gezeigt, dass es zahlreiche gemeinsame Forschungsansätze gibt, die Wissenschaftler und Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenbringen. Die drei Kongress-Tage haben wieder einmal gezeigt, dass Gerontologen und Geriater doch zusammengehören! Diese gute Kooperation sollte auf jeden Fall weitergeführt werden.

Was haben Sie von Teilnehmern an Rückmeldungen bekommen?

Prof. Dr. Heppner: Ich habe viele positive Rückmeldungen bekommen. Das Rahmenprogramm kam äußerst gut an. Auch die Kongress-Stadt Köln sowie die Location an der Universität zu Köln haben den Teilnehmer gefallen.

Prof. Dr. Müller-Werdan: Vor allem unsere sieben Keynotes, das abwechslungsreiche Programm und die gute Stimmung wurden sehr gelobt. Wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Kongress im Jahr 2020.

Pressekontakt der DGG

Torben Brinkema
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Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Ärzte, die sich auf die Medizin der späten Lebensphase spezialisiert haben. Wichtige Schwerpunkte ihrer Arbeit sind neben vielen anderen Bewegungseinschränkungen und Stürze, Demenz, Inkontinenz, Depressionen und Ernährungsfragen im Alter. Häufig befassen Geriater sich auch mit Fragen der Arzneimitteltherapie von alten Menschen und den Wechselwirkungen, die verschiedene Medikamente haben. Bei der Versorgung geht es darum, den alten Menschen ganzheitlich zu betreuen und ihm dabei zu helfen, so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt zu leben. Die DGG wurde 1985 gegründet und hat heute rund 1700 Mitglieder.

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