Alternsforschung on Tour – Mitmach-Ausstellungen zu „Arbeitswelten der Zukunft“

Jena. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufene Wissenschaftsjahr 2018 widmet sich dem Thema „Arbeitswelten der Zukunft“. In diesem Auftrag ist seit Mai wieder die „MS Wissenschaft“, ein umgebautes Binnenfrachtschiff, auf den Flüssen Deutschlands unterwegs und besucht bis Anfang Oktober 34 Städte.

Mittels interaktiver Exponate können die Besucher an Bord erfahren, wie neueste Technologien unser Arbeitsleben verändern, wie lange und in welchen Berufen wir zukünftig arbeiten und wie wir dabei gesund bleiben können. Schlagworte wie „Digitalisierung“, „Industrie 4.0“, „Virtual Reality“, und „Work-Life-Balance“ werden so zu greifbaren und gestaltbaren Chancen und Herausforderungen. „Mit dieser Initiative wollen wir den Dialog zwischen der Wissenschaft und Bevölkerung fördern“, betonte Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, während der feierlichen Eröffnung der Mitmach-Ausstellung am 15. Mai in Berlin. Über 20 Forschungsinstitute zeigen auf 600 Quadratmetern von ihnen entwickelte Exponate zur Zukunft der Arbeit. Einer der Aussteller an Bord der „MS Wissenschaft“ ist das Jenaer Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI), das sich seit 2004 der biomedizinischen Alternsforschung widmet.

„Alt werden im Job“ – das Exponat

Da der Mensch einen Großteil seines Lebens im Arbeitsumfeld verbringt, haben die Arbeitsbedingungen einen deutlichen Einfluss auf die Gesundheit, Vitalität und Leistungsfähigkeit („arbeitsinduziertes Altern“). Weil viele von uns in Zukunft länger – also auch in höherem Alter – arbeiten werden, müssen Arbeitgeber Konzepte entwickeln, wie sie diesen Einfluss für sich, aber auch für ihre Arbeitnehmer positiv nutzen können. Denn über die optimale Gestaltung der Arbeitsbedingungen haben sie einen deutlichen Einfluss auf das arbeitsinduzierte Altern und so auf das gesunde Altern ihrer Belegschaft.

Das FLI-Exponat „Alt werden im Job“ zeigt, was jeder selbst tun kann bzw. der Arbeitgeber unternehmen sollte, um im Job gesund alt zu werden. Der Besucher kann sich über unterschiedliche Einflussfaktoren auf das Altern informieren und erfährt, wie stark diese den Menschen beeinflussen können. Zu den Einflussfaktoren gehören z.B. die Feinmotorik und Muskelkraft, die sich mit dem Alter verändern, das Rauchen, Schlafen, die Ernährung und Sport, die unser Altern mitbestimmen können sowie andere äußere Faktoren, wie die UV-Strahlung, monotones Arbeiten und Stress, die gleichfalls unser Altern prägen.

Auf den 12 Drehscheiben des Exponats werden jeweils beide Seiten der Einflussfaktoren aus der Arbeitnehmer- und Unternehmenssicht beleuchtet, und erstaunliche Fakten zum Altern präsentiert. Hätten sie gewusst, dass, wer wenig schläft, auch früher tot ist, da die optimale Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden pro Nacht von knapp einem Drittel der Deutschen nicht eingehalten wird, tägliche Soft-Drinks das Leben um mehr als 4 Jahre verkürzen und sitzen das neue Rauchen ist?

„ScienceStation“ in Deutschlands Bahnhöfen

Parallel zur „MS Wissenschaft“ macht die „ScienceStation“ mit interaktiven Exponaten in Deutschlands Bahnhöfen wie zum Beispiel Erfurt (29.05. – 04.06.2018), Berlin, Lübeck, Mainz und Köln halt und vermittelt gleichfalls Hintergrundwissen zum diesjährigen Wissenschaftsjahr. Das FLI-Exponat „Alt werden im Job“ ist auch bei dieser Tour zu sehen.

Den Sommerurlaub schon geplant? Vielleicht lässt sich ja die eine oder andere Urlaubsreise mit einem Ausflug an Bord der „MS Wissenschaft“ oder einer Wartezeit im Bahnhof bei der „ScienceStation“ verbinden. Es lohnt sich auf jeden Fall. Der Eintritt ist frei!

Kontakt

Dr. Kerstin Wagner
Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Beutenbergstr. 11, 07745 Jena
Tel.: 03641-656378, Fax: 03641-656351, E-Mail: presse@leibniz-fli.de

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Hintergrundinformation

Informationen zur „MS Wissenschaft“:
Informationen zur „ScienceStation“:

Das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena widmet sich seit 2004 der biomedizinischen Alternsforschung. Über 330 Mitarbeiter aus 30 Nationen forschen zu molekularen Mechanismen von Alternsprozessen und alternsbedingten Krankheiten. Näheres unter .

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro ().

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