Allianz gegen Tropenkrankheiten: Treffen internationaler Wissenschaftler am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg

Schlafkrankheit, Flussblindheit oder das Elefantenmann-Syndrom – besonders in Afrika leiden die Menschen unter Tropenkrankheiten, für deren Erforschung und Behandlung im Vergleich zu anderen Infektionen wie HIV/AIDS oder Malaria wenig Geld aufgewendet wird. An diesem Punkt setzt die VolkswagenStiftung mit ihrer Förderinitiative „Wissen für morgen – Kooperative Forschungsvorhaben im subsaharischen Afrika“ an.

Auf einem Statussymposium vom 3. bis zum 6. September präsentieren die geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) ihre Forschungsergebnisse. International führende Experten für Tropenkrankheiten sind ebenfalls zu Gast:
– Peter Hotez, Präsident des Sabin Vaccine Institute und Berater der WHO
– David Molyneux, Professor an der Liverpool School of Tropical Medicine

„Wir sind gespannt auf interessante Vorträge, wenn die Ergebnisse der geförderten Forschungsarbeiten vorgestellt werden. Zudem wollen wir den jungen Wissenschaftlern Anregungen für eine erfolgreiche weitere Arbeit geben“, sagt Prof. Dr. Bernhard Fleischer vom BNITM, der die Tagung organisiert. Ein weiteres Ziel der Veranstaltung liegt in der Vernetzung der wissenschaftlichen Community.

Im Rahmen ihrer Förderinitiative unterstützte die VolkswagenStiftung ab 2004 fünf tropenmedizinische Netzwerk-Projekte zwischen deutschen und afrikanischen Wissenschaftlern mit mehr als 2,1 Millionen Euro. In einem zweiten Schritt schloss sie sich 2007 mit vier europäischen Stiftungen zusammen, um die medizinische Forschung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) in Afrika gemeinsam weiter zu entwickeln und herausragenden afrikanischen Nachwuchswissenschaftler/-innen weiterführende Karriereperspektiven in ihrer Heimatregion zu eröffnen. Gründungsmitglieder der „European Foundation Initiative for African Research into Neglected Tropical Diseases“ (EFINTD) sind neben der VolkswagenStiftung die portugiesische Fundação Calouste Gulbenkian, die französische Fondation Mérieux, die britische Nuffield Foundation und die italienische Fondazione Cariplo.

Über das Fellowship-Programm „Neglected Communicable Tropical Diseases and Related Public Health Research“ können afrikanische Postdoktorand/-innen tropenmedizinische Projekte selbstständig entwickeln, beantragen und bearbeiten. Bisher erhielten 17 Postdoc-Fellows eine finanzielle Förderung von insgesamt knapp 2,2 Millionen Euro.

Kontakt VolkswagenStiftung
Kommunikation
Jens Rehländer
Telefon: 0511 8381 380
E-Mail: <rehlaender@volkswagenstiftung.de>

Afrika-Initiative
Dr. Detlef Hanne
Telefon: 0511 8381 389
E-Mail: <hanne@volkswagenstiftung.de>

Koordinator am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Prof. Dr. Bernhard Fleischer
Telefon: 040 42818 401
E-Mail: <fleischer@bnitm.de>

Die Pressemitteilung, Bildmaterial und das Programm zum Statussymposium stehen im Internet zur Verfügung unter <http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20100830>.
(idw, 08/2010)

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