Alere Technologies erhält Deutschen Innovationspreis

Das System, bestehend aus einer Testkartusche und einem robusten Analysegerät, ermöglicht molekulare Tests auch außerhalb von Laboren. Zum Einsatz kommen die Geräte derzeit vorwiegend in Entwicklungsländern bei der Bekämpfung von schweren Infektions­krankheiten wie zum Beispiel HIV/AIDS . Die Jury des Deutschen Innovationspreises lobte bei ihrer Entscheidung den sehr konkreten Kundennutzen des innovativen Geräts. Durch die voll integrierte Probenaufbereitung im „Alere q“-System können Erreger selbst ohne umfassende Fachkenntnisse binnen einer Stunde direkt aus der unbehandelten Probe bestimmt werden. Dadurch eignet sich der „Alere q“ auch für Anwendungen in modernen Kliniken oder bei der Notfallversorgung, wo er mit minimalem Personalaufwand schnelle Ergebnisse für die ärztliche Diagnose liefert.

In künftige Tests für die „Alere q“-Plattform werden auch Erkenntnisse aus dem zentralen Projekt des InfectoGnostics Forschungscampus Jena einfließen: Gemeinsam mit sechs weiteren Partnern forscht Alere Technologies im Campus-Projekt zur Diagnostik von Lungenentzündungen bei immun­schwachen Patienten. Im Fokus steht dabei die Entwicklung einer zuverlässigen und nicht-invasiven Vor-Ort-Diagnostik von Krankheits­erregern und deren Resistenzen. „Mit einer solchen schnellen Analyse lässt sich klären, ob ein Patient einen multiresistenten Keim in sich trägt und in der Klinik isoliert werden muss. Das Ziel ist, bereits vor Beginn einer Therapie eine genaue Diagnose zu erhalten“, erläutert Klaus Schindlbeck, Geschäftsführer bei Alere Technologies in Jena.

Bereits 2016 hatte die Alere Technologies den Thüringer Innovationspreis für die „Alere q“-Plattform erhalten. In Kürze soll die molekulare Diagnostik des Systems auch für den Nachweis des Ebola-Virus verfügbar werden.

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