Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL

Behandlungsoptionen für CLL-Patienten innerhalb und außerhalb von Studien

Die Deutsche CLL Studiengruppe (DCLLSG) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Hallek (Universität zu Köln) hat im Rahmen zahlreicher Studien der Phasen I, II und III neue, international anerkannte Standards für die Behandlung von Patienten verschiedener Stadien und Risikoprofile einer CLL etabliert und konnte maßgeblich dazu beitragen, dass sich die Lebenserwartung von CLL-Patienten in den letzten Jahren erheblich verlängert hat. Ein wesentliches Anliegen der Studiengruppe ist es, die Behandlung von CLL-Patienten mit möglichst allen Zentren im deutschsprachigen Raum abzustimmen und sich so zu vernetzen, dass die neuesten Diagnostik- und Therapieoptionen allen CLL-Patienten zur Verfügung gestellt werden können. Dazu tragen vor allem die Studien der DCLLSG bei, wie auch das bislang sehr erfolgreiche DCLLSG-Register, für das alle Behandlungszentren ihre Patienten melden können.

Mit der jetzt veröffentlichten Übersicht können die behandelnden Ärzte auf einen Blick erkennen, ob für ihren jeweiligen CLL-Patienten eine klinische Therapiestudie zur Verfügung steht. Zudem können sie das jeweilige Studienkonzept mit dem empfohlenen DCLLSG-Behandlungsstandard außerhalb von Studien vergleichen. Die als „DCLLSG-Standard“ deklarierten Behandlungspfade stimmen im Wesentlichen mit den DGHO-Leitlinien zur CLL überein, setzen aber aufgrund ihrer Aktualität geringfügig auch andere Akzente.

Die Karte mit den DCLLSG-Behandlungspfaden wird regelmäßig aktualisiert und steht auf den Internetseiten der Deutschen CLL Studiengruppe und des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V. (www.lymphome.de) zum Download zur Verfügung (derzeitiger Aktualisierungsstand: 13. Oktober 2017).

Chronische lymphatische Leukämie

Die chronische lymphatische Leukämie, abgekürzt CLL, ist die häufigste Leukämie in westlichen Ländern, an der überwiegend ältere Menschen erkranken. Bei einer CLL werden im Blut, aber auch in den Lymphknoten, der Milz, der Leber und im Knochenmark auffallend viele bösartig veränderte Lymphozyten des Typs B gefunden. Aufgrund der zellulären Herkunft der Tumorzellen ist die CLL eine Unterform der mehr als 60 verschiedenen Lymphomerkrankungen. Kennzeichnend für die CLL ist ihr eher langsames, schleichendes Voranschreiten. Dennoch zeigen sich abhängig vom Risikoprofil des einzelnen Patienten ganz unterschiedliche klinische Verläufe. Weitere Informationen zur CLL bieten auch die Internetseiten und

30. Arbeitstreffen der Deutschen CLL Studiengruppe

Die Arbeitstreffen der DCLLSG finden ein- bis zweimal im Jahr statt. Das Programm des diesjährigen Arbeitstreffens umfasst wieder die Updates aller laufenden Studien, einen Überblick über die geplanten neuen Studien und Informationen über die erhobenen Daten von nicht mehr rekrutierenden Studien. Weitere Informationen:

Weitere Informationen & Ansprechpartnerin für die Presse:

Silke Hellmich, KML | Information & Kommunikation, Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V., Uniklinik Köln, D-50924 Köln, Tel.: +49 (0)221 478-96005, E-Mail:

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 30.000 Menschen neu an einem malignen Lymphom. Abhängig von der zellulären Herkunft und dem klinischen Verlauf kennt man heute mehr als 60 Lymphomarten, die jeweils unterschiedlich behandelt werden müssen. Hier auf dem jeweils aktuellen Stand des Wissens zu sein, stellt für Ärzte oft eine besondere Herausforderung dar. Im Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) haben sich daher deutschlandweit Wissenschaftler und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen, die bei der Erforschung und Behandlung von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems führend sind. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern.

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