Aktivurlaub zwischen Oder und Spree

(djd). Hunderte Seen, Flüsse, Bäche und Kanäle prägen das Seenland Oder-Spree zwischen Berlin und der polnischen Grenze. Ihre Nähe zur Hauptstadt macht die Urlaubsregion einzigartig – nur einen Katzensprung entfernt von der quirligen Metropole kommen Radler, Wanderer, Kletterer und Paddler auf ihre Kosten. Kulturfans besuchen die zahlreichen Schlösser und Burgen, Familien genießen die Auszeit in den verschiedenen Ferienparks.

Abwechslung für Sportskanonen

Ob mehrtägige Paddeltour, anspruchsvoller Wandertag oder Blitzbesuch im Kletterwald – Aktivurlauber haben im Seenland die Qual der Wahl. Eine echte Herausforderung ist beispielsweise der zwölf Kilometer lange Turmwanderweg durch das Waldhügelland des Oberbarnim. Steile Anstiege sind zu bewältigen, dafür belohnen spektakuläre Ausblicke in tiefe Schluchten, auf glasklare Bergseen und die beeindruckende Fernsicht auf den Niederoderbruch. Wer es in der Turmsaison (bis Oktober) schafft, alle Türme am Wegesrand zu besteigen, darf sich am Ende sein persönliches „Turm-Diplom“ abholen.
Ein Extra-Tipp ist der elftägige Paddelrundkurs „Märkische Umfahrt“ auf Dahme und Spree. Der Weg führt auf rund 180 Kilometern durch stille Flusslandschaften, Seen, enge Kanäle und Schleusen. Sie ist ein echter Geheimtipp für Wassersportler. An den Ufern bieten sich zahlreiche Rastpunkte an, um die Orte und Städte der Umgebung zu entdecken, etwa bei einem Abstecher zum St. Marien-Dom in Fürstenwalde.

Thementouren für Radler

Zahlreiche Schlösser, Burgen und Gutshäuser sind im Seenland Oder-Spree zu bestaunen. Radler erreichen sie über gut ausgebaute Strecken. Auf eine Zeitreise durch das alte Preußen führt zum Beispiel die „Märkische Schlössertour“. Sie schlängelt sich auf 180 Kilometern wie eine Acht durch die wasserreiche Landschaft. Herrschaftliche Landsitze wie das Gutshaus Sauen wechseln sich ab mit weitläufigen Parkanlagen, etwa um Schloss Neuhardenberg, und märchenhaften Bauten wie Schloss Steinhöfel. Viele der Häuser sind heute auch Hotels oder haben einige Gästezimmer.

Einen Mix aus Gaumenfreuden und Naturgenuss verspricht die Radtour „Adler trifft Zander“ um Storkower- und Scharmützelsee. Überall an der 40 Kilometer langen Strecke zeigen die Gastwirte, was sie aus den heimischen Schätzen wie Zander und Aal zaubern können. Eine Rast lohnt sich ebenfalls in der Fischerei Köllnitz – hier liegt Brandenburgs erstes Fischereimuseum. Das Seenland ist im Übrigen auch eine ausgezeichnete E-Bike-Region.

Erlebnis für Familien

Auch für Kinder wird das Seenland zu einem aufregenden Ausflugsziel. Spezielle Erlebnistouren bringen schon den Kleinsten die Natur näher, zum Beispiel die „3-W“-Radtour „Wetter, Wild & Wolle“, die vom Wettermuseum in Lindenberg mit ihrer beeindruckenden Ballonhalle ins Gut Hirschaue führt. Beim Rundgang durchs Wildgehege kommt man den Wald- und Wiesenbewohnern ganz nah. Im Schäfereimuseum von Beeskow dreht sich alles um die Themen Schaf und Wolle. Kinder können hier in Ruhe ein Andenken basteln, während die Eltern Kaffee und Kuchen genießen. Anschließend bringt die Regionalbahn alle Teilnehmer zurück nach Berlin oder Frankfurt (Oder).

Ganz auf Familien eingestellt sind die Ferienparks der Region, etwa am Scharmützelsee. In Bad Saarow heißt der Schlosspark Theresienhof seine Gäste in stilvoll eingerichteten Vier- bis Fünf-Sterne-Ferienhäusern willkommen. Alle sind im skandinavischen Stil errichtet und stehen direkt an dem zweitgrößten See Brandenburgs. Der schöne Badestrand ist das Kennzeichen vom Ferienpark Scharmützelsee in Wendisch Rietz. Zur Anlage gehört auch der Marinapark, ein idyllischer Hafen, umgeben von schmucken, schwedenroten Appartementhäuschen.
Extratipp: Spannende Familienausflüge führen auch in die Schäfereierlebniswelt in Beeskow und zur Ganzjahresrodelbahn von Bad Saarow.

Highlights für Kulturfans
Die herrliche Landschaft der Region hat auch zahlreiche Künstler inspiriert. In verschiedenen Kunsthöfen dürfen Besucher den Kreativen über die Schulter schauen oder selbst aktiv werden. Einen Besuch wert ist auch der Skulpturenpark Wilkendorf. Hier hat der Bildhauer Wolfgang Stübner sein Atelier. Zusätzlich gibt es über 40 Werke nationaler und internationaler Gast-Bildhauer zu entdecken (http://www.skulpturenpark.de).
Typisch für die Region sind außerdem die Streleburgen, etwa in Storkow, Beeskow und Friedland. Sie bieten über das ganze Jahr verteilt in der Reihe „Kultur auf den Streleburgen“ vielfältige Veranstaltungen im historischen Ambiente. Bei der Veranstaltungsreihe „Oper Oder Spree“ kommen Opernfans voll auf ihre Kosten. Die sommerlichen Aufführungen im spätgotischen Kreuzgang des Klosters Neuzelle, im mittelalterlichen Burghof in Beeskow, in der ländlichen Kunstscheune Ragower Mühle sowie auf der Oderinsel Ziegenwerder in Frankfurt (Oder) gehören seit vielen Jahren zu den Höhepunkten des Brandenburger Kulturjahres (http://www.operoderspree.de).

Stadt, Land, Fluss

Das Seenland Oder-Spree lohnt sich für aktive Tagesausflüge ebenso wie für Familienferien. Durch die gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich der (Kurz-)Urlaub ganz unkompliziert mit einem Abstecher nach Berlin verbinden. Informationen, Buchungsmöglichkeiten, Adressen und Preise: Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V., Ulmenstraße 15, 15526 Bad Saarow; http://www.seenland-os.de.

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