Aids – Prävention im Kampf gegen Aids unerlässlich

AIDS – In vielen Regionen der Welt ist die HIV/Aids-Situation nach wie vor verheerend. In Afrika südlich der Sahara etwa bleiben die Infektionszahlen auf höchstem Niveau, in großen Teilen Osteuropas steigen die Zahlen HIV-Infizierter besorgniserregend schnell. Weltweit stecken sich jede Minute fünf Menschen mit dem HI-Virus an. Im Kampf gegen Aids ist Prävention weiterhin unerlässlich. Dass sich langfristig angelegte Präventionsprogramme auszahlen, zeigt das Beispiel Deutschland. Im Auftrag der Bundesregierung führt die BZgA seit über 20 Jahren die deutsche Aidspräventions-kampagne "GIB AIDS KEINE CHANCE" durch. Seither schützen sich immer mehr Menschen in Deutschland mit einem Kondom. Wie die aktuelle Repräsentativerhebung der BZgA "Aids im öffentlichen Bewusstsein 2009" zeigt, verwenden heute 86 Prozent der 16- bis 44-Jährigen zu Beginn neuer Beziehungen Kondome. Im Jahr 2004 waren es noch 74 Prozent, zehn Jahre zuvor 65 Prozent. Auch bei jungen Menschen ist der Trend, sich mit Kondomen zu schützen, ungebrochen. Mit rund 34 Neudiagnosen pro eine Million Einwohner hat Deutschland heute eine der niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten Westeuropas.

"Die Zahlen zeigen, dass Prävention wirkt", betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Dennoch darf uns dieser Erfolg nicht zur Untätigkeit verleiten. Wichtigstes Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland auf niedrigem Niveau zu halten und langfristig weiter zu senken."

Die Rahmenbedingungen und Herausforderungen für die Prävention haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die verbesserte medizinische Behandelbarkeit von HIV/Aids hat dazu geführt, dass die wahrgenommene Bedrohung der Krankheit Aids in der deutschen Bevölkerung sinkt. Zugleich steigt durch die längere Lebenserwartung Infizierter das Risiko, dass sich deren Partnerinnen und Partner infizieren. Außerdem erhöhen andere sexuell übertragbare Krankheiten die Wahrscheinlichkeit einer Infektion um ein Vielfaches. "Diesen Herausforderungen muss sich die Präventionsarbeit stellen. Deshalb entwickelt die BZgA ihre Aufklärungskampagne kontinuierlich weiter, erschließt neue Kommunikationskanäle und inszeniert bewährte Präventionsbotschaften immer wieder neu", erklärt Prof. Dr. Pott weiter.

weitere Informationen
Die vollständige Studie "Aids im öffentlichen Bewusstsein 2009" unter
http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen (10/08 bzga)

Weitere Informationen zur Aidspräventionskampagne der BZgA unter
http://www.gib-aids-keine-chance.de

Die aktuellen Kampagnen-Motive "Liebesorte" unter
http://www.bzga.de/presse/pressemotive

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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Internet:http://www.bzga.de

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