Agrarwissenschaftler feiern Einzug in neue Gebäude am Campus Heide-Süd

„Für die Agrar- und Ernährungswissenschaftler ist damit eine lange Zeit der Diskussionen und des Hoffens auf moderne Gebäude vorüber“, sagt Professor Reinhold Jahn, Geschäftsführender Direktor des IAEW. Bislang arbeiteten und lehrten die Wissenschaftler im traditionsreichen Universitätsviertel der Stadt, in Gebäuden der Ludwig-Wucherer-, der Emil-Abderhalden- und der Adam-Kuckhoff-Straße, deren Errichtung teilweise bis zur Gründung des Landwirtschaftlichen Instituts im Jahr 1862 zurückreicht. Die zum Teil unter Denkmalschutz stehenden historischen Gebäude wurden schon lange nicht mehr den heutigen Erfordernissen in Forschung und Lehre gerecht. Nur mühsam konnten nach der Wende einzelne Teile des großen Gebäudebestandes der damaligen Landwirtschaftlichen Fakultät renoviert werden.

„Endlich rücken in Heide-Süd nun alle Institutsbereiche näher zusammen“, so Jahn. „Das betrifft die Nutzpflanzen- und Nutztierforscher, die Ernährungswissenschaftler sowie die Bodenwissenschaftler und Ökonomen.“ Lediglich die Mitarbeiter der Agrartechnik bleiben aus pragmatischen Gründen in den Gebäuden nahe dem Versuchsfeld Julius Kühn. Die neu eingerichteten Büros, Labore, Gewächshaus, PC-Pool und Bibliotheken befinden sich alle in direkter Nähe zueinander auf dem Campus. Des Weiteren erleichtert sind die Kooperations­möglichkeiten mit anderen Fachrichtungen wie Mathematik, Informatik, Biologie oder Geowissenschaften.

Die Zusammenarbeit mit den Geowissenschaften ist vor allem für den noch jungen Bachelor- und Masterstudiengang „Management natürlicher Ressourcen“ entscheidend. Hier werden viele Vorlesungen und Praktika gemeinsam veranstaltet. Aber auch die Agrarökonomen können profitieren. Die enge Kooperation in Forschung und Lehre mit dem Leibniz-Institut für Mittel- und Osteuropa (IAMO) besteht schon seit vielen Jahren und soll jetzt noch, dank der unmittelbaren Nachbarschaft, weiter intensiviert werden. Zudem wird die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten wie dem IPK Gatersleben, dem Julius Kühn-Institut in Quedlinburg und dem nun ebenfalls benachbarten Umweltforschungszentrum Halle-Leipzig immer mehr ausgebaut.

Wenn im Herbst 2010 auch das neue Hörsaalgebäude in Heide-Süd fertig gestellt wird, ergeben sich für Mitarbeiter und Studierende kürzere Wegezeiten, da die Mehrzahl an Hörsälen, Seminarräumen, PC-Pool und Laboratorien sowie mehrere Einzelstandorte der Universitäts- und Landesbibliothek auf dem Campus Heide-Süd zusammengefasst wurden.

Umzugschronik des IAEW:
Im Sommer 2008 bezogen die Ernährungswissenschaftler in ihr neues Domizil am Von-Danckelmann-Platz. Die Landtechnik und Landeskultur zog in ein neu erbautes Gebäude in die Julius-Kühn-Straße ein.

Die Pflanzenwissenschaftler folgten im Sommer 2009 in einen Gebäudekomplex mit modernem Gewächshaus in die Betty-Heimann-Straße, und die Tierwissenschaftler arbeiten nun gleich benachbart in der Theodor-Lieser-Straße.

Im März 2010 zogen die Ökonomen in ein Gebäude in der Karl-Freiherr-von-Fritsch-Straße. Die Bodenwissen­schaftler schließlich sind nun in den Gebäuden des Instituts für Geowissenschaften am Von-Seckendorff-Platz untergebracht.

Der alte Standort der Agrar- und Ernährungswissenschaften wird derzeit beräumt, denn im Bereich Emil-Abderhalden-Straße soll das neue Geistes- und Sozialwissenschaftliche Zentrum (GSZ) errichtet werden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Reinhold Jahn
Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU
Telefon: 0345 55-22530
E-Mail: <reinhold.jahn@landw.uni-halle.de>
(idw, 05/2010)

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