Agrarökonom beleuchtet die Geschichte der Landwirtschaft in der Harz-Region

Trotz eisiger Winterluft strömten am Dienstag, dem 7. Februar 2012, erneut über 250 Bürgerinnen und Bürger in das AudiMax der Hochschule Harz, um die bereits 48. Vorlesung der GenerationenHochschule zu besuchen. Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann freute sich besonders, mit Diplom-Agrarökonom Werner Kropf einen ausgewiesenen Experten und Branchenkenner zum Vortrag „Die Entwicklung der Landwirtschaft im Osten Deutschlands von 1945 bis zur Gegenwart mit einem Blick auf die Welternährungsprobleme“ begrüßen zu dürfen.

Im ersten Teil seines Vortrags beleuchtete Agrarökonom Werner Kropf zunächst die Entwicklung der Landwirtschaft in der Region nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wendezeit. „Um die Kosten niedrig zu halten, wurde ein geliehener Traktor von mehreren Bauern gleichzeitig benutzt“, erinnert sich der Absolvent der ehemaligen Wernigeröder Agraringenieurschule. Anschließend standen die erneuten Jahre des Umbruchs in der Landwirtschaft während der Zeit von der Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands bis zur Gegenwart im Mittelpunkt der Retrospektive. „Viele anwesende Landwirte wandelten die LPG nach 1990 in Genossenschaften, Gesellschaften oder Aktiengesellschaften, um so Arbeitsplätze zu erhalten“, resümierte Kropf und fügte stolz hinzu: „Am Anfang meiner Tätigkeit als Landwirt war es immer mein Traum gewesen, 100 Dezitonnen Weizen auf einem Hektar zu ernten; dies habe ich mir mit 101 Dezitonnen in meinem letzten Berufsjahr erfüllt“.

Rektor Willingmann nutzte zugleich die Gelegenheit, die zahlreichen Gäste um Unterstützung bei der Umsetzung einer neuen redaktionellen Serie zum Thema „Studierende Familien“ zu bitten. „Die Hochschule Harz versteht sich seit jeher als regional verwurzelte Einrichtung und hat mit der KinderHochschule als erste Fachhochschule im Lande Sachsen-Anhalt auch ein Angebot für Junior-Studenten geschaffen. Nun würden wir gern Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ihren Reihen, unserer GenerationenHochschule, finden, deren Kinder bzw. Enkelkinder die KinderHochschule besuchen oder bei uns als reguläre Studierende eingeschrieben sind. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, um Sie gemeinsam vorzustellen und haben zum Ziel, diese Geschichten unter der Rubrik ‚Studierende Familien‘ beispielsweise auch in unserem Hochschulmagazin ‚augenblick‘ zu veröffentlichen.“ Interessierte können sich direkt bei Hochschul-Pressesprecher Andreas Schneider (Tel.: 03943/659-106, E-Mail: pressestelle@hs-harz.de) über das Redaktionsprojekt informieren und sich registrieren lassen.

Die nächste Vorlesung der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 6. März 2012, von 17 bis 19 Uhr im AudiMax, Gebäude „Papierfabrik“ (Haus 9), auf dem Wernigeröder Campus statt. Sarah Piper, Koordinatorin für Französisch am Sprachenzentrum der Hochschule Harz und Vorsitzende des International Women’s Club Wernigerode, widmet sich dann dem Thema „Frauenquoten in der Wirtschaft und Frauen in der Gesellschaft. Sind die Frauen in Frankreich emanzipierter als in Deutschland?“. Anmeldungen sind stets online unter möglich.

Aufgrund des großen Interesses wurde die Ausstellung „Was bleibt! – Ost-West-Fotos aus der Zeit vom 9. November 1989 bis 2. Oktober 1990“ verlängert und ist noch bis Ende Februar 2012 im Foyer der „Papierfabrik“ (Haus 9) zu besichtigen. An die Gesellschaft für Fotografie e.V. können zudem bis 31. März eigene Bilder aus dieser Zeit eingesendet werden, die dann auch in die Auswahl für die Präsentation auf der Fotomesse „photokina“ in Köln einfließen.

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