Agrargiganten Russland und China und die globale Ernährungssicherung

Die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln ist eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Welche Rolle die „Agrargiganten“ China und Russland hierbei in Zukunft spielen können und sollen, steht im Mittelpunkt eines Symposiums des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) bei der Grünen Woche. Die Veranstaltung mit dem Titel „Agrargiganten Russland und China und die globale Ernährungssicherung“ findet am 21. Januar 2011, 13:00 bis 15:00 Uhr auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im ICC Berlin statt.

China und Russland kommt in Zukunft für die Entwicklung der Weltagrarmärkte und die globale Ernährungssicherung sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite eine zentrale Bedeutung zu. Wie sind die nationalen Agrarsektoren Russlands und Chinas aufgestellt? Was muss getan werden, um brachliegende Produktionspotenziale besser zu nutzen? Mit welchen Herausforderungen sind die ländlichen Gebiete dieser Länder konfrontiert? Diesen und anderen Fragen soll auf der Veranstaltung nachgegangen werden.

Zunächst wird Thomas Glauben, Geschäftsführender Direktor des IAMO und Leiter der Abteilung Agrarmärkte, Agrarvermarktung und Weltagrarhandel, das Publikum begrüßen und in die Thematik einführen. Anschließend spricht William Liefert, als Agrarökonom für die Abteilung Märkte und Handel des Economic Research Service, U. S. Department of Agriculture, über die wachsende Bedeutung Russlands für die globale Landwirtschaft. Bereits heute gehört Russland zu den wichtigsten Exporteuren von Getreide, und das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium erwartet, dass Russland bis 2019 die USA als größter Weizenexporteur der Welt ablösen wird. Mit der Situation der chinesischen Landwirtschaft beschäftigt sich Klaus Supp, der von 2006 bis 2010 das Referat für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der Deutschen Botschaft in Peking leitetet. Er berichtet, wohin Agrarproduktion und ländliche Wirtschaftsentwicklung im Spannungsfeld von Wirtschaftsboom, Ressourcenverknappung und politischer Pluralisierung weisen und wo die Akzente staatlicher Steuerung liegen. Jürgen Zeddies, Emeritierter Professor des Instituts für Landwirtschaftliche Betriebslehre der Universität Hohenheim, erörtert in seinem Vortrag zentrale Probleme, aber auch Entwicklungspotenziale der Landwirtschaft der beiden Länder und zieht Schlussfolgerungen zum jeweiligen Handlungsbedarf. Anschließend ist eine Podiumsdiskussion mit der Möglichkeit für das Publikum, Fragen an die Referenten zu richten, geplant.

Die Vorträge werden auf Deutsch und Englisch gehalten und simultan übersetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei, der Zugang zum ICC ist ohne Ticket für die Grüne Woche möglich. Es ist jedoch notwendig, sich vorab auf der Internetseite des Global Forum for Food and Agriculture zu registrieren. Eine Programmübersicht sowie Kurzinformationen zu den Referenten liegen dieser Pressemitteilung bei.

Das Global Forum for Food and Agriculture wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen der Grünen Woche gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ausgerichtet. 2011 steht es unter dem Schwerpunkt „Handel und Sicherung der Welternährung: Global – Regional – Lokal“.

Über das Symposium hinausgehend präsentiert sich das IAMO auf der Kooperationsbörse des GFFA am 22. Januar 2011 (9:00 bis 15:00 Uhr) mit einem eigenen Stand.

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