Ärzte und Patienten als Internet-Nutzer

Das Internet als medizinische Informationsquelle
Eine Vielzahl von Untersuchungen belegt: immer mehr Ärzte nutzen beruflich das Internet. Im Vordergrund stehen dabei die Beschaffung aktueller Informationen, die ihre Arbeit unterstützen sollen sowie der kollegiale Meinungsaustausch. Gleichzeitig haben sich Internetquellen auch für Gesundheitsinteressierte zu einer der wichtigsten Anlaufstellen entwickelt, um sich über Krankheitsbilder, Diagnostik, Therapien und Verhaltensmöglichkeiten zu informieren.

Fehlgeleitete Patienten als Arzt-Problem
Aber viele Mediziner haben damit ein Problem, denn immer häufiger werden sie in ihren Patientengesprächen mit der Aussage konfrontiert:“…im Internet steht aber, dass…“. Hierdurch kommt es aus Sicht der Ärzte zu unsinnigen Diskussionen über falsche Informationen, die von ihnen erst mühsam und zeitaufwändig korrigiert werden müssen, so dass am Ende der Konsultationen die Zeit für das Wesentliche fehlt. Manche fühlen sich sogar in ihrer Akzeptanz und Fachkompetenz bzw. -autorität zurückgesetzt.

Ärzte als Internet-Scouts
Doch trotz dieser Ablehnung wird sich die Netz-Nutzung der Patienten – und das müssen niedergelassene Ärzte akzeptieren – noch weiter intensiveren. Die Frage ist deshalb, wie man als Arzt am besten reagiert. Eine Möglichkeit ist ein praxisindividueller Internetführer. Was sich zunächst nach viel Arbeit anhört, ist jedoch schnell erstellt. Im Kern geht es darum, eine Auswahl von Internet-Adressen auf ein oder zwei DIN A4-Seiten, strukturiert nach Themenbereichen und alphabetisch sortiert, zusammenzufassen, die sich mit der in einer Praxis am häufigsten behandelten Indikationen beschäftigen und inhaltlich im Hinblick auf komplementäre Eignung überprüft wurden.

Kanalisierung der Nutzung
Der Effekt des Führers: Patienten werden gleich auf die „richtigen“ Seiten gelenkt, d. h. es kommt zu keinen Widersprüchen zwischen den Informationen, die die Praxisbesucher bei ihrem Arztbesuch erhalten und denen, die sie im Internet finden. Zudem unterstützt diese Unterlage auch noch die Praxis-Marketingaktivitäten und das Praxis-Image.

Quelle: http://bit.ly/1fpS4Mm

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