Ärzte ohne Grenzen an der Uni Witten/Herdecke

Die Kriegsschauplätze der Welt sind ihre Einsatzgebiete – der Aufenthalt an einer Universität bildet eher ein Kontrastprogramm zu ihrem beruflichen Alltag. Unter dem Veranstaltungstitel "Afghanistan – ist dem Land noch zu helfen?" begrüßt das

Theatron Logou am 02. Juni um 19.30
im Audimax der Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Straße 50, 58455 Witten

mit Dr. Heike Spieker, Rotkreuz-Völkerrechtexpertin, sowie Dr. Tankred Stöbe, Vorstandsvorsitzender von "Ärzte ohne Grenzen Deutschland", zwei renommierte Experten zu Hilfseinsätzen in Krisengebieten.

Täglich werden wir mit neuen Meldungen aus Afghanistan konfrontiert. Diese beschränken sich zumeist auf Tote, Bombenattentate und Anschlagsversuche. Hinter den Schreckensmeldungen bleibt die Berichterstattung über Erfolge und humanitäre Fortschritte stark zurück. Angesichts der zunehmenden Anzahl von Anschlägen auf nicht-militärische Ziele eine ernüchternde Feststellung. Dominant in den Artikeln ist durch nunmehr 43 gestorbene deutsche Soldaten die Diskussion darüber, welche Perspektive dem Einsatz und Einsatzort zu geben ist. Afghanistan steht in der öffentlichen Diskussion für einen Krieg, der nicht gewonnen werden kann und für eine Friedensmission, deren Ende offen ist. Ebenso wie die Frage, ob ein Fortschritt auch ohne eine Präsenz der ISAF Truppen erreicht werden kann. Vor diesem Hintergrund möchten wir mit unseren Gästen insbesondere über ihre persönlichen Einschätzungen über die weitere Entwicklung sowie über die Sicherung humanitärer Hilfe in Afghanistan diskutieren.

Das Theatron Logou bringt Studierende und namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Philosophie, Theologie und Naturwissenschaft zusammen, um gesellschaftlich relevante Themen zu erörtern und Impulse für die Gestaltung von Wandlungsprozessen zu geben. Die Veranstaltungsreihe wird seit sieben Jahren von Studierenden der Universität Witten/Herdecke ausgerichtet und konnte zuletzt Persönlichkeiten wie Sahra Wagenknecht, Franz M. Haniel, Dr. Thomas de Maizière, Bischof Dr. Wolfgang Huber, Dr. Günther Beckstein, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Dr. Michel Friedman begrüßen.

Weitere Informationen bei Jermain Kaminski, 02302/926-805/849
(idw, 05/2010)

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