Adaptive Epigenomik: Forschung an der Schnittstelle von klinischer Psychologie & Evolutionsbiologie

Ein besonders vielversprechender Ansatz ist die interdisziplinäre Verknüpfung von epigenetischer Forschung an Tieren und an Menschen. Zwei der Pioniere auf diesem Gebiet sind der Evolutionsbiologie Prof. Dr. Axel Meyer und der Professor für Klinische Psychologie und Verhaltensneurowissenschaft Prof. Dr. Thomas Elbert. In einem gemeinsamen, von der Hector Fellow Academy finanzierten Projekt forschen die beiden Konstanzer Wissenschaftler an den epigenetischen Effekten von Stress. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht den Forschern, wertvolle neue Erkenntnisse über epigenetische Effekte zu gewinnen und erfolgreiche Therapieansätze zu entwickeln, die auf die genetischen und epigenetischen Eigenschaften der Patienten zugeschnitten sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass viele Geflüchtete durch traumatische Erlebnisse im Krieg und auf der Flucht an mentalen und psychischen Erkrankungen leiden, ist dieses Thema aktuell von besonderer Relevanz.

Um die Forschung im Gebiet der Epigenomik weiter voranzutreiben, organisierten die beiden Konstanzer Professoren im Juli einen interdisziplinären Workshop zum Thema „Adaptive Epigenomics – Building a bridge between animal and human research“. In dem zweitägigen Kurs gab ein internationales Team aus renommierten Experten aktuellstes Wissen in Vorträgen und Hands-on-Übungen an die Teilnehmer weiter.

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