Abwechslungsreich urlauben in Wetzlar

(djd). Mitten in Hessen, im schönen Lahntal, liegt die heimliche Kulturhauptstadt Deutschlands: Wetzlar. Schon Goethe machte hier Station. Heute zieht es auch viele Wanderfans in die Urlaubsregion, außerdem Kletterer, Paddler und Radler.

Sportlich unterwegs

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft: Aktivurlauber kommen in Wetzlar voll auf ihre Kosten. Besonders beliebt sind die abwechslungsreichen Etappen auf dem Lahnwanderweg – erst im September wurden die nordrhein-westfälischen und hessischen Abschnitte eröffnet, so dass der Weg jetzt von der Quelle bis zur Mündung führt. Auch die 14 Kilometer lange Vier-Türme-Route zieht viele Gäste an. Der Weg verbindet die historischen Aussichtspunkte der ehemaligen Reichsstadt. So lässt sich hautnah miterleben, wie Alarmanlagen früher funktionierten: Die Wächter auf den Türmen der Garbenheimer und Brühlsbacher Warte hielten Blickkontakt mit den Kollegen auf dem Turm des Kalsmunts und auf dem Domturm. Näherten sich Feinde der Stadt, mussten die Wächter dies umgehend melden – einfach, aber wirkungsvoll.

Paddeln und klettern

Ihre 242 Kilometer machen die Lahn auch zu einem Paradies für Paddler. Der ursprüngliche Lauf führt durch unberührte Natur an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten und abwechslungsreichen Landschaften vorbei. 160 Flusskilometer sind für Wasserwanderer freigegeben. Wer lieber radelt, kann auf dem Lahnradweg über weite Strecken direkt am Ufer entlangfahren. Zwei besondere Highlights bietet Wetzlar für große und kleine Kletterfans. Zum einen den Abenteuerparcours Wetzlar: Die Naturhochseilanlage ist in den Baumbestand des 20.000 Quadratmeter großen Stadtwalds integriert. Schwindelfrei sollte man auch sein, wenn man das Cube-Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins besucht. Die Halle ist 13 Meter hoch und bietet auf mehr als 1.000 Quadratmetern 180 Routen (http://www.cube-kletterzentrum.de). Zu anstrengend? Wer lieber am Boden bleibt und ein gemächlicheres Tempo vorzieht, spaziert auf dem Grüngürtel um die Altstadt. Der Weg zeichnet den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer nach, die an einigen Stellen noch gut zu erkennen ist.

Geschichte zum Anfassen

Eine der berühmtesten Bürgerinnen der Stadt ist die Kinderärztin Dr. Irmgard Freiin von Lemmers-Danforth (1892-1984). Sie machte Wetzlar weltbekannt mit ihrer Sammlung „Europäische Wohnkultur aus Renaissance und Barock“ im frisch renovierten Palais Papius. Hier sind mehr als 450 Exponate zu bestaunen, welche die leidenschaftliche Sammlerin seit den späten 1920er Jahren zusammengetragen hat. Skulpturen, barocke Möbel, Textilien, aber auch Uhren, Keramik und Kunstwerke sind liebevoll und bis ins Detail nach Epochen arrangiert – ein Konzept, das die Stifterin persönlich entwickelt hat.

Literaturfans wandeln auf Goethes Spuren durch Wetzlar und besuchen das Museum „Lottehaus“. Es erinnert an den Aufenthalt des Dichters im Sommer 1772. In seiner Zeit an der Lahn erlebte Johann Wolfgang von Goethe, was er in seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ verarbeitete – und sicherte Wetzlar damit einen festen Platz in der Weltliteratur.

Kurztext:

Kulturelle Vielfalt

(djd). Wetzlar bietet ein vielfältiges kulturelles Leben. Rittal Arena und Stadthalle sind das ganze Jahr über Gastgeber bekannter Künstler und hochrangiger Veranstaltungen. Kultureller Höhepunkt im Sommer sind die Wetzlarer Festspiele (30. Mai bis 3. August 2013), die unter freiem Himmel an historischen Orten stattfinden und ein breitgefächertes Programm mit Theater, Kleinkunst, Musicals und Konzerten bieten. Auch zahlreiche traditionelle Feste wie das Sommernachtsweinfest (26. bis 28. Juli 2013) oder der Gallusmarkt (17. bis 20. Oktober 2013) locken regelmäßig viele Besucher an. Tipps und Termine enthält der umfangreiche Veranstaltungskalender unter http://www.wetzlar.de im Internet.

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