Abwasserbehandlung und Umweltbildung in Kuba mit wissenschaftlicher Hilfe aus Magdeburg

Der Schwerpunkt des zu errichtenden Kompetenzzentrums liegt im Bereich der Aus- und Fortbildung der Studierenden und Mitarbeiter der Universität Holguin sowie externen Ingenieuren der Provinz Holguin im Bereich Wasser- und Abfallwirtschaft. Dies umfasst mehrere zweiwöchige zertifizierte Kursprogramme pro Jahr in Holguin sowie Gastaufenthalte an der Hochschule Magdeburg-Stendal zur Vorbereitung von Promotionen für das Lehrpersonal der Universität Holguin. Ein weiterer Fokus liegt in der Umweltbildung der Bevölkerung vor Ort.

Außerdem steht ein studentischer Austausch in beide Richtungen auf dem Programm. In den maximal fünfmonatigen Aufenthalten sollen kubanische und deutsche Studierende an der jeweiligen Partnerhochschule sowohl ein spezielles Projekt bearbeiten als auch die Sprache und das Partnerland besser kennenlernen und sich in der Lehre ausprobieren. Offen ist dieses für alle Studierenden des FB Wasser- und Kreislaufwirtschaft. Aufgerufen sind insbesondere kreative Studierende mit eigenen Ideen. Bewerbungen können ganzjährig bei Frau Prof. Gerke oder bei Kirstin Neumann eingereicht werden. Zur Zeit sind drei kubanische Studierende am Fachbereich, die Projekte in den Fachgebieten Wasserbau, Abfallwirtschaft und Abwassertechnik bearbeiten.

Langfristig soll das Kompetenzzentrum auch eigene wasser- und abfallwirtschaftliche Projekte in der Provinz Holguin planen und umsetzen. So sollen beispielsweise ab Herbst eine Neuentwicklung für die Ertüchtigung von Abwasserreinigungsanlagen in Gibara sowie 2016 eine Versuchspflanzenkläranlage auf dem Campus der Universität Holguin gebaut und getestet werden.

Durch die Schaffung entsprechenden wissenschaftliche Know Hows auf dem Gebiet der Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft am Kompetenzzentrum soll ein Beitrag für Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden, so dass nach Ende der DAAD-Förderung die Arbeit selbstständig von der Universtät Holguin fortgeführt werden kann.

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