Absolventinnen nutzten zeitflexiblen neuen Masterstudiengang Pflegewissenschaft

Die ersten Absolventinnen des neu gestalteten Masterstudiengangs Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke haben die Präsenzphase am Department für Pflegewissenschaft hinter sich. Einige brauchen noch ein paar Wochen zur Vollendung der Masterarbeit. "Die zurückliegenden zwei Jahre mit den 18 Wochen Anwesenheitspflicht waren sehr anstrengend, doch unterm Strich hat das auch sehr viel Spaß gemacht", beschreibt Rebecca Palm ihre Studienerfahrung. Alle Absolventinnen kommen aus der Pflegepraxis und haben bereits andere Studiengänge wie Gesundheitswissenschaften oder Pflegepädagogik abgeschlossen, bevor sie in Witten den Master anstreben. Und das nächste Ziel steht auch schon fest: die Doktorarbeit. Alle möchten nach einer Atempause promovieren, offenbar ist es im Studiengang gelungen, Interesse und Freude am wissenschaftlichen Arbeiten zu wecken.

"Das ist für uns sehr wichtig, dass wir immer die Praxiserfahrungen bei unseren Studierenden voraussetzen können. Die wissen, wie der Alltag in der Pflege aussieht und worüber sie forschen", erklärt Dr. Angelika Zegelin (Studiengangsleitung).Und die Themen der Masterarbeiten zeigen wiederum, dass die Praxis in diesem Studiengang immer der Horizont bleibt.
Es geht um die Pflege körperlich kranker Menschen im Maßregelvollzug, es geht um Teamverständnis in der Pflege oder es geht um eine dichte Betreuung der Patienten in einem Akutspital. Eine Absolventin beschäftigte sich mit Mangelernährung, eine andere mit Berührung zur Entwicklungsförderung von kranken Neu- und Frühgeborenen. Christine Dunger forscht zur Entscheidungsfindung, wann Pflegende bei Patienten am Lebensende naturheilkundliche Massnahmen einsetzen. Sie hat zur Vorbereitung eigens eine längere Hospitation in einer Forschungseinrichtung in London absolviert.

Der Studiengang bietet für die Studierenden großen Spielraum bei der zeitlichen Einteilung: In zwei Jahren bzw. vier Semestern sind die Studierenden 18 mal eine Woche zu Seminaren in Witten und zwei Wochen im Ausland. Zwischen den Präsenzphasen liegen Zeiten des Selbststudiums, das im Rahmen der Module flexibel organisiert werden kann. Ab dem zweiten Semester wählt man zwischen zwei Studienschwerpunkten, entweder die Akutpflege oder familienorientierte Pflege. Weitere Informationen zum Studiengang gibt es unter
http://www.uni-wh.de/gesundheit/pflegewissenschaft/masterstudiengang-pflegewissenschaft/

Die Absolventinnen des ersten Jahrganges dieses flexiblen Studiums zeigen sich begeistert von dem Angebot: "Das Studium erweitert die Gedanken, zeigt offene Türen und lässt einen begreifen, wie man die Praxis wissenschaftlich fundiert weiter entwickeln kann", beschreibt Nadine Schüßler. Palm ergänzt: "Man erfährt von allen Seiten Inspiration, wie Pflegewissenschaft gestaltet werden kann. Und über die hervorragenden Dozenten eröffnet sich auch ein tolles Netzwerk, das einen im Alltag unterstützt und trägt."

Interessenten können sich am 13. November 2010 beim Tag der offenen Tür der Universität Witten/Herdecke über den Studiengang informieren (www.uni-wh.de/tdot), die Bewerbungsfrist für das kommende Semester endet am 15. Februar 2011 ab.

Weitere Informationen bei Dr. Angelika Zegelin und Heike Möller: 02302/926-381
(idw, 09/2010)

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