Abschlussveranstaltung des High 5s Projekts: Projektergebnisse stehen online zur Verfügung

Die Koordinatoren aus den High 5s Projektkrankenhäusern, Projektförderer, -begleiter, namhafte Personen aus Wissenschaft und Gesundheitspolitik sowie Interessierte kamen am 1. und 2. Juni 2015 in Berlin zusammen. Am ersten Veranstaltungstag stand das Thema Vermeidung von Eingriffsverwechslungen im Fokus. Am zweiten Tag ging es um die Sicherstellung der richtigen Medikation bei Übergängen im Behandlungsprozess (Medication Reconciliation). Erfahrungen und Ergebnisse aus dem High 5s Projekt wurden ausgetauscht und die beiden Themen aus verschiedenen Blickwinkeln präsentiert und diskutiert. Rund 50 Teilnehmer nahmen an den beiden Tagen an der High 5s Abschlussveranstaltung teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V (APS).

Jedes der High 5s Projektkrankenhäuser erhielt als Anerkennung für das Engagement im High 5s Projekt eine Urkunde. Dieses von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe unterschriebene Dokument wurde im Rahmen der Veranstaltung feierlich vom Projektleiter Dr. Christian Thomeczek, kommissarischer Leiter des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ), überreicht.

Zu der Handlungsempfehlung „Vermeidung von Eingriffsverwechslungen“ und OP-Checklisten wurde auf Grundlage der High 5s Projekterfahrungen in Deutschland ein Implementierungshandbuch erarbeitet. Dieses wurde im Rahmen der Abschlussveranstaltung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Implementierungshandbuch, die beiden deutschsprachigen Handlungsempfehlungen „Vermeidung von Eingriffsverwechslungen“ und „Sicherstellung der richtigen Medikation bei Übergängen im Behandlungsprozess (Medication Reconciliation)“ sowie alle im Rahmen des High 5s Projekts erarbeiteten Implementierungsmaterialien für Deutschland sind nun in High 5s Toolboxen auf der Webseite des ÄZQ veröffentlicht. Auch eine Zusammenfassung, Reden, Vorträge und Erfahrungsberichte von der Abschlussveranstaltung des High 5s Projekts stehen dort online zur Verfügung.

Hintergrund zum Projekt
Das High 5s Projekt wurde im Jahr 2006 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert, um beim weltweit relevanten Thema Patientensicherheit aktiv zu werden. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Implementierung von standardisierten Handlungsempfehlungen (Standard Operating Protocol – SOP) in den klinischen Alltag von Krankenhäusern.

Die Handlungsempfehlung „Vermeidung von Eingriffsverwechslungen“ wurde in Deutschland von 16 Krankenhäusern erprobt. Die Handlungsempfehlung „Sicherstellung der richtigen Medikation bei Übergängen im Behandlungsprozess (Medication Reconciliation)“ wurde von 13 Krankenhäusern im Rahmen des Projekts implementiert.

Das Projekt wird hierzulande vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Mit der Durchführung wurden das ÄZQ und das APS betraut. Das APS hatte das Institut für Patientensicherheit vom Universitätsklinikum Bonn (IfPS) mit der Umsetzung beauftragt.

Kontakt
Lena Mehrmann, M.Sc. und Christina Gunkel, Diplom-Pflegewirtin (FH)

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)
Gemeinsames Institut von BÄK und KBV
TiergartenTower, Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin

E-Mail: High5s_Germany@azq.de, Tel.: 030 / 4005-2501

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