Presseerklärung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. zum „Klinik-Codex“

Presseerklärung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. zum „Klinik-Codex“

Die Patientenversorgung an den Kliniken in Deutschland gerät zunehmend unter den Druck, ärztliches und pflegerisches Handeln betriebswirtschaftlicher Nutzenoptimierung unterzuordnen. Hintergrund sind das Finanzierungssystem der Krankenhäuser („Diagnosis Related Groups“) und die unzureichende Erfüllung ihrer Investitionsverpflichtungen durch die Bundesländer. Patientinnen und Patienten erfahren allenthalben den zunehmenden, ökonomisch erzwungenen Personalmangel an den Kliniken.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hat sich und ihre Mitglieder in einem „Klinik-Codex“ daher dazu verpflichtet, die Medizin vor die Ökonomie zu stellen.

Der Vorstand der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft als der wissenschaftlichen Fachgesellschaft der deutschsprachigen Dermatologen hat den „Klinik-Codex“ mit Zustimmung zur Kenntnis genommen und sich einstimmig für die Dermatologie dazu bekannt.

Es wird Aufgabe der medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland sein, auf die Bedrohung der ärztlichen und pflegerischen Versorgung an deutschen Kliniken durch ökonomische Fehlentwicklungen hinzuweisen und auf Abhilfe zu drängen.

Der Leitsatz des „Klinik-Codex“ lautet: „Wir werden unsere ärztliche Heilkunst ausüben, ohne uns von wirtschaftlichem Druck, finanziellen Anreizsystemen oder ökonomischen Drohungen dazu bewegen zu lassen, uns von unserer Berufsethik und den Geboten der Menschlichkeit abzuwenden.“

Für Rückfragen steht das Pressereferat der DDG zur Verfügung:
Jenny Kocerka
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin
Tel.: 030-246253-38
Fax: 030-246253-29
J.Kocerka@derma.de

idw 2018/03