Vorhofflimmern (auch Atrial Fibrillation genannt) ist eine Herzrhythmusstörung, die insbesondere bei älteren Menschen häufig auftritt. Symptome sind ein unregelmäßiger und meist deutlich beschleunigter Herzschlag. Die Patienten berichten außerdem über Herzstolpern, Atemnot, Schwindel und Angstgefühl. Fast 1,8 Millionen Menschen (2,2 Prozent der Bevölkerung) leiden an Vorhofflimmern und unter den 70-80-Jährigen beträgt die Häufigkeit sogar 16 Prozent. Da die Störung oft nicht bemerkt wird, ist die tatsächliche Häufigkeit höher.

Vorhofflimmern ist im Gegensatz zum Kammerflimmern nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber gefährliche Konsequenzen haben. Mit der Herzrhythmusstörung sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da ein erhöhtes Embolierisiko besteht und ein Schlaganfall und Herzschwäche drohen. Die Diagnose kann durch Tasten des Pulses und Abhören mit dem Stethoskop gestellt werden, ein EKG dient zur Bestätigung und Dokumentation. Bei einigen Patienten scheinen Vorfälle von Vorhofflimmern nicht nach bestimmten Mustern aufzutreten, bei anderen lassen sich klare Auslöser feststellen. So sind bei jüngeren Menschen häufig Stress, der Genuss von Alkohol und üppiges Essen für diese Anfälle verantwortlich. Bei den Einen macht sich die Herzrhythmusstörung morgens bemerkbar, bei den Anderen nach körperlicher Anstrengung.

Die Ursachen von Atrial Fibrillation sind noch nicht vollständig geklärt. Das Risiko steigt mit dem Alter, da sich die Herzstruktur ändert, das Herzgewebe zunehmend vernarbt und elektrische Signale im Vorhof fehlerhaft weitergeleitet werden. Drei Risikofaktoren können Vorhofflimmern begünstigen: Chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Schilddrüsen- und Lungenerkrankungen, das Schlafapnoe-Syndrom oder Nierenerkrankungen können die Herzrhythmusstörung als Folge haben. Wie Forscher herausfanden, spielt auch die genetische Veranlagung eine Rolle.

 

K.