25 Jahre Leibniz-Institut für Neurobiologie

25 Jahre Leibniz-Institut für Neurobiologie

„Mit 25 ist man im Allgemeinen erwachsen. Das Gehirn ist strukturiert und ausgereift und
man hat sich einen Platz in der Welt erobert.“ sagte Institutsdirektor Eckart Gundelfinger zu Beginn seiner Rede. Nach 25 Jahren kann das LIN auf eine ereignisreiche Institutsgeschichte und viele Erfolge zurückblicken: die Mitarbeiter meisterten die Wendezeit gemeinsam, durften ein neues Forschungsgebäude beziehen und haben das LIN als international anerkannte Institution auf dem Gebiet der Lern- und Gedächtnisforschung etabliert. Mehr als 1.800 wissenschaftliche Publikationen wurden veröffentlicht, über 70 Millionen Euro Drittmittel für die Forschung eingeworben, über 180 junge Wissenschaftler aus 20 Ländern schlossen ihre Doktorarbeit hier ab und 22 LIN-Forscher erlangten ihre Habilitation.

Direktor Gundelfinger betont die Rolle der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung für die Anwendung: „Unsere Forschung trug bei zur Weiterentwicklung von Hirnprothesen und von Stimulationsmustern für die tiefe Hirnstimulation. Wir widmen uns aber auch der kindlichen Entwicklung von Aufmerksamkeit und der Gestaltung von Lernumgebungen, der Mensch-Maschine-Kommunikation oder der Suche nach Wirkstoffen.“

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper, Leibniz-Präsident Matthias Kleiner sowie OVGU-Rektor Jens Strackeljan riefen besondere Meilensteine des Aufbaus der neurobiologischen Forschung am LIN in Erinnerung und unterstrichen deren Bedeutung für die Gesellschaft. Sie würdigten den Gründungsdirektor des Institutes, Henning Scheich, als einen der Architekten des neurowissenschaftlichen Standortes Magdeburg und erinnerten auch an das Vorläuferinstitut unter Leitung von Hansjürgen Matthies. In seinem Festvortrag „Wie wir lernen und erinnern: Zum Stand und zu den offenen Fragen der Gedächtnisforschung“ regte der renommierte Neuropsychologe Prof. Dr. Onur Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum die Festgesellschaft zum Nachdenken über die Hirnprozesse des Gedächtnisses an.

Bei Sekt und Jazzmusik mit der Jazzformation der Universitätsbigband kamen die Gäste
wippend und swingend ins Gespräch, und am Nachmittag kürten die Doktoranden des
Institutes bei den oLINpic games die Besten im Becherglasweittragen, LIN-Logozeichnen
oder Spritzenweitwerfen.

Lesen Sie unsere Festschrift zu 25 Jahren LIN online unter folgendem Link: www.linmagdeburg.de/assets/files/organization/LIN-Festschrift-web.pdf

Das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg ist ein Zentrum für Lern- und
Gedächtnisforschung.

idw 2017/07