Schimmel in der Wohnung stellt immer ein Gesundheitsrisiko dar und sollte nach Möglichkeit fachmännisch entfernt werden. Es ist wichtig, nach der Ursache für den vorhandenen Schimmel zu forschen, da er sonst in den meisten Fällen innerhalb weniger Wochen wieder ans Tageslicht tritt, da hilft auch Schimmel entfernen nichts. Die Ursachen für einen Schimmelpilz sind vielfältig und liegen oftmals nicht -wie so gerne behauptet- im Fehlverhalten des Bewohners. Zum einen kann der Grund das Bauwerk an sich sein. Bau- oder Sanierungsmängel, kleine Rohrbrüche in den Wasserleitungen oder fehlende Wärmedämmung begünstigen eine feuchte Innenraumluft, die zu Schimmel führen kann. Zum anderen kann die Entstehung von Schimmel an einem falschen Lüftungs- bzw. Heizverhalten liegen. Wie Sie den Schimmelpilz entfernen können, welche gesundheitlichen Risiken er birgt und vor allen Dingen, wie Sie ihm vorbeugen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Welche gesundheitlichen Risiken stellt der Schimmelpilz dar?

Die Schimmelpilzsporen fliegen in Außen- sowie Innenbereichen, wir atmen sie jeden Tag ein. Wird die Konzentration des eingeatmeten Schimmels allerdings zu hoch und dies permanent, kann das zu gesundheitlichen Schäden führen. Insbesondere empfindliche und zu Allergien neigende Menschen können langfristig mit Atemwegsbeschwerden und Allergien rechnen. Laut Meinung der Weltgesundheitsorganisation liegt das Risiko eine Atemwegserkrankung, wie z. B. Asthma, zu entwickeln bei 75 %. Des Weiteren können Beschwerden wie permanente Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schnupfen sowie Husten und brennende Augen entstehen. Manchmal riechen wir den Schimmel bereits bevor er sich durch braune oder schwarze Flecken an der Wand bemerkbar macht. Der typisch modrig-muffige Geruch ist oft ein Anzeichen dafür, dass sich

ein Schimmelpilz meist an Stellen, an denen die Luft schlecht zirkuliert (beispielsweise hinter den Schränken), versteckt. Wenn Sie scheinbar ohne Grund an den genannten Beschwerden leiden, kann eventuell eine Allergie gegen den Schimmelpilz vorliegen. Lassen Sie das auf jeden Fall ärztlich abklären. Der Arzt kann durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob sich Antikörper

gegen Schimmel im Blut befinden bzw. einen Prick-Test vornehmen. Bei dem Test wird das potentielle Allergen auf die Haut geträufelt. Sie sollten in jedem Fall unverzüglich den Schimmel entfernen und zwar nicht erst, wenn sich gesundheitliche Probleme manifestieren.

Schimmel entfernen – eine effektive Maßnahme?

Schimmel entfernen kann eine Sofortmaßnahme darstellen. Handelt es sich um kleinere Flächen, können Sie zunächst versuchen den Schimmel mit dafür vorgesehenen Mitteln zu entfernen. Tragen Sie dabei Schutzkleidung, wie Gummihandschuhe und Atemschutz, da viele Schimmelpilzmittel aggressiv sind und die Atemwege zusätzlich belasten. Grundsätzlich wird das Problem durch das oberflächliche Entfernen des Schimmels nicht dauerhaft gelöst, wenn die zugrundeliegende Ursache nicht behoben wurde. Deswegen empfiehlt es sich, in den meisten Fällen -insbesondere bei größeren Flächen- einen Fachmann hinzuzuziehen. Am besten ist es, den Schimmel erst gar nicht entstehen zu lassen.

Wie Sie einem Schimmelpilz wirksam vorbeugen

Fakt ist: Bei dauerhaft zu hoher Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen droht die Gefahr von Schimmelbildung. Ein Hygrometer hilft dabei, die Raumluftfeuchte zu messen. Dauerhafte Überschreitungen von über 60 % gelten als problematisch. Können Baumängel, undichte Wasserleitungen sowie fehlende Wärmedämmung als Faktoren ausgeschlossen werden, sollte der Bewohner sein Lüftungs- und Heizverhalten überdenken. Folgende Maßnahmen helfen Schimmel vorzubeugen:

  • Regelmäßiges Stoßlüften (zwei- bis dreimal täglich) sorgt für einen Austausch der Raumluft. Dabei sollten alle Fenster für ca. 10 Minuten ganz geöffnet werden, damit Durchzug entsteht.
  • Keinesfalls ein Fenster dauerhaft gekippt stehen lassen, da dies dafür sorgt, dass die Wände auskühlen, was die Schimmelbildung begünstigt.
  • Vermeiden Sie das Trocknen der Wäsche in der Wohnung, da dies die Luftfeuchtigkeit stark erhöht. – Achten Sie darauf, dass wenig genutzte Räume nicht zu sehr auskühlen. Die Temperatur sollte immer bei 19 bis 21 Grad liegen. Ein Auskühlen des Raumes sorgt dafür, dass im ungedämmten Haus die Wände zu stark auskühlen. Die Folgen sind Bildung von Tauwasser an den Wänden und letztendlich Schimmel.

Sollten Sie in einer Mietwohnung trotz jeglicher Vorbeugemaßnahmen Schimmel feststellen, müssen Sie diesen Schaden unverzüglich Ihrem Vermieter melden. Es ist unter bestimmten Umständen, je nach Größe der Beeinträchtigung, möglich eine Mietminderung von bis zu 20 % zu veranlassen. Einen guten Einblick, wer für die Kosten bei der Schimmelpilzentfernung aufkommen muss, bietet das Unternehmen Homeday in einem Magazinbeitrag zum Mietstreitthema Schimmel.

H.D.