Jubiläumsreihe der Patientenuniversität startet

Jubiläumsreihe der Patientenuniversität startet

Vor zehn Jahren ist unter Federführung des Instituts für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung ein innovatives Bildungsangebot an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gestartet – die Patientenuniversität. Inzwischen ist sie erfolgreich etabliert, in der Region Hannover eine feste Einrichtung, und die Idee – wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Forschungsergebnisse allen Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen – wurde und wird national und international von anderen Universitäten und Krankenhäusern übernommen. Zu ihrem Geburtstag bietet die Patientenuniversität eine ganz besondere Jubiläumsreihe: Unter dem Motto „Wie es begann – wo stehen wir heute?“ werden MHH-Experten die medizinischen Entwicklungen ihres jeweiligen Fachgebiets innerhalb der vergangenen Dekade beleuchten.

Den Anfang macht am Dienstag, 25. April 2017, der weltweit renommierte Leber-Forscher Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, mit seinem Vortrag „Revolution bei Leber-, Magen- und Darmbehandlung – gestern, heute und morgen“. Die Veranstaltungen der Patientenuniversität finden jeweils dienstags von 18 Uhr bis 20.30 Uhr statt auf dem MHH-Campus im Hörsaal F (Gebäude J1). Eine Anmeldung ist möglich bei der Patientenuniversität unter Telefon (0511) 532-8425, per Mail unter oder online: . Die Einzelveranstaltung kostet 12 Euro, das Veranstaltungspaket 1 mit fünf Tickets 48 Euro, das Veranstaltungspaket 2 mit zehn Tickets ist für 95 Euro zu haben. Die Tickets sind personenunabhängig, können flexibel genutzt werden und gelten für alle Veranstaltungen im Jahr 2017. Vergünstigungen für Einzeltickets sind mit entsprechendem Nachweis möglich. Es ist möglich, alle Tickets an der Abendkasse zu erwerben.

Seit Gründung im Jahr 2007 konnte die Patientenuniversität 50.000 Teilnehmende registrieren, im Schnitt an jedem Abendtermin 200 Personen. Das Erfolgsrezept: „Wir wollen die Gesundheitskompetenz der Menschen fördern, ihr Wissen erhöhen und ihnen helfen, sich im Gesundheitssystem kompetent zu bewegen“, sagt die Leiterin der Patientenuniversität, Professorin Dr. Marie-Luise Dierks. „Dazu haben wir eine Lernstruktur entwickelt, in der zu einem ausgewählten Thema zunächst ein wissenschaftlich fundierter Hauptvortrag gehalten wird, dieses Thema wird mit interaktiven Elementen an den sogenannten Lernstationen vertieft.“ Dabei geht es zum Beispiel um Medikamente, Hilfsmittel, Ernährung, Bewegung, Prävention, Patientenrechte – kurzum, alles, was für mündige Patientinnen und Patienten im Gesundheitswesen nützlich sein könnte.

Die Patientenuniversität unterstützt ihre Teilnehmenden auch dabei, gute Entscheidungen in Gesundheit und Krankheit zu treffen. Eingebettet in die Patientenuniversität ist ein Tutorensystem für Studierende der Humanmedizin. Sie lernen, ihr Wissen verständlich an den Lernstationen weiterzugeben, davon profitieren beide Seiten – sowohl die Studierenden als auch die Lernenden. „Erfreulich ist, dass gerade dieses System auch von beiden Seiten hoch akzeptiert ist – viele Studierende bleiben über mehrere Jahre ihrer Aufgabe treu, und die Lernenden schätzen deren Engagement und die guten Erklärungen“, sagt Professorin Dierks.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Patientenuniversität an der MHH knapp 200 Gesundheitsbildungsveranstaltungen mit ungefähr 3.200 Lernstationen und Informationsständen konzipiert und durchgeführt. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Kolleginnen und Kollegen der MHH immer wieder großzügig und zumeist in ihrer Freizeit unterstützen – vom Präsidium über die Klinikdirektorinnen und -direktoren und ihre Teams, von zentralen Einrichtungen, dem Veranstaltungsmanagement bis hin zu den Schulen, die die Vorbereitung einer Lernstation als wichtiges Element in ihre Lernveranstaltungen integrieren“, betont Professorin Dierks.

Die weiteren Themen der Jubiläumsreihe im Überblick:

2. Mai: „Was gibt’s Neues bei Nierenerkrankungen? Hoher Blutdruck – was können wir heute tun?“, Prof. Dr. Hermann Haller, MHH-Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen

9. Mai: „Arthrosen – aktiv und beweglich im Alltag mit Rehabilitations- und Sportmedizin“, Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner, MHH-Klinik für Rehabilitationsmedizin, und Prof. Dr. Uwe Tegtbur, MHH-Institut für Sportmedizin

16. Mai: „Herzensangelegenheiten – Möglichkeiten der konservativen und chirurgischen Therapie“, Prof. Dr. Johann Bauersachs, MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie, und Prof. Dr. Axel Haverich, MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie

23. Mai: „Meilensteine in der Onkologie – Onkologisches Zentrum der MHH“, Professorin Dr. Anke Franzke mit Kolleginnen und Kollegen der MHH

30. Mai: „Das Immunsystem bei Entzündungen und Rheuma“, Prof. Dr. Reinhold E. Schmidt und Prof. Dr. Torsten Witte, MHH-Klinik für Immunologie und Rheumatologie

13. Juni: „Parkinson und typische Begleiter – Diagnostik und Therapie“, Prof. Dr. Reinhold Dengler, Emeritus, MHH-Klinik für Neurologie, und Prof. Dr. Joachim K. Krauss, MHH-Klinik für Neurochirurgie

20. Juni: „Augen und Ohren – unsere Verbindung zur Welt. Wie kann man die Verbindung verbessern?“, Prof. Dr. Carsten Framme, MHH-Klinik für Augenheilkunde, und Prof. Dr. Thomas Lenarz, MHH-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

27. Juni: „Teufelskreislauf Sucht – Cannabis als Medizin“, Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl und Prof. Dr. Thomas Hillemacher, MHH-Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Patientenuniversität, Telefon (0511) 532-8425, per Mail unter oder unter .

idw 2017/04

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