Öffentliche Veranstaltungen am 21. und 28. Februar sowie am 2. März in Hannover

Öffentliche Veranstaltungen am 21. und 28. Februar sowie am 2. März in Hannover

Revolution in der Medizin? Leopoldina Lecture diskutiert Perspektiven der Gentherapie

Hinter dem Begriff des „Genome Editing“ verbergen sich neue, aussichtsreiche Methoden der molekularbiologischen Forschung, der Biotechnologie und der Pflanzenzüchtung. Beispielsweise wurde kürzlich in Immunzellen von Menschen ein Gen für eine bestimmte Zelleigenschaft mithilfe von Genscheren so verändert, dass HI-Viren diese Zellen nicht mehr infizieren konnten. Zudem sind weitere klinische Studien zur Behandlung und Heilung verschiedener Krebsformen sowie erblicher Erkrankungen in einem frühen Stadium. Das therapeutische Genome Editing an Körperzellen (die sog. somatische Gentherapie) ist heute weitgehend akzeptiert. Bei der Keimbahntherapie, also der genetischen Manipulation von Keimbahnzellen, z. B. Eizellen, Spermien oder frühen Embryonen, sind ethische Bedenken dagegen groß – sie ist in Deutschland weitgehend verboten. Prinzipiell ermöglicht sie die generationsübergreifende Heilung schwerwiegender Erbkrankheiten, jedoch bergen derlei Eingriffe schwer abschätzbare Risiken. Es stellt sich zudem die Frage, ob Keimbahntherapien der erste Schritt auf dem Weg zum künstlich optimierten Menschen sein könnten.

Leopoldina Lecture:
„Genom-Chirurgie in der Humanmedizin? Gibt es bald die lang ersehnten Fortschritte in der Gentherapie?“
(Link zur Veranstaltung: )

Dienstag, 21. Februar 2017, 18 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Einlass beginnt um 17:15 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin! Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Leopoldina-Lectures in Herrenhausen“ statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an .

PROGRAMM:

Vortrag
Prof. Dr. Frank Buchholz, Technische Universität Dresden

Diskussionsrunde
Prof. Dr. Frank Buchholz, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Ingrid Schneider, Universität Hamburg
Prof. Dr. Jochen Taupitz, Universität Mannheim

Moderation durch Prof. Dr. Claus Bartram, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Halle (Saale)

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65 Jahre Fernsehen – Forum diskutiert Entwicklung und Einfluss des Massenmediums

Vor 65 Jahren begann die Ausstrahlung der ersten TV-Programme in der BRD und der DDR: Anfangs folgten die Zuschauer in öffentlichen Fernsehstuben dem aktuellen Programm, jedoch eroberte der TV-Apparat schnell die heimischen Wohnzimmer. Mitte der 1970er Jahre besaß fast jeder deutsche Haushalt ein solches Gerät und das ehemalige Statussymbol des Wirtschaftswunders avancierte zum Massenmedium. Auch wenn sich die Medienlandschaft seit 1952 erheblich verändert hat, prägt uns das Fernsehen nach wie vor. Sandmännchen, Tagesschau oder Tatort illustrieren persönliche Präferenzen und stehen gleichwohl ikonisch für die unterschiedlichen Medienlandschaften in den beiden deutschen Staaten. Zugleich wurde dem Fernsehen gezielte Einflussnahme unterstellt – oder es als nichtige Unterhaltungsmaschine belächelt. Was können wir aus 65 Jahren deutscher Fernsehgeschichte lernen?

Herrenhäuser Forum:
„Die Nation schaut in die Röhre – Fernsehen in der BRD und der DDR“
(Link zur Veranstaltung: )

Dienstag, 28. Februar 2017, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 18:15 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an .

PROGRAMM:

Einführung zur deutschen Fernsehgeschichte
Prof. Dr. Reinhold Viehoff, Universität Halle-Wittenberg

Vorträge
Dr. Franziska Kuschel, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Dr. Bernhard Engel, ZDF Medienforschung

Gespräch mit den Vortragenden

Moderation durch Prof. Dr. Reinhold Viehoff

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Wenn Gewissheit fehlt: Herrenhäuser Gespräch stellt Vertrauen in den Fokus

Wir leben in politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten: Nicht nur das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der Europäischen Union schwindet, auch die Demokratie ist vielerorts gefährdet. Zudem verändert die zunehmende Digitalisierung unser Wirtschafts- und Arbeitsleben – und nicht zuletzt erscheinen auch zwischenmenschliche Beziehungen immer brüchiger. Was ist heute noch gewiss und was können wir noch kontrollieren? Wenn uns Kontrolle zunehmend unmöglich erscheint, wird Vertrauen mehr und mehr zur Basis gesellschaftlicher Gestaltungsprozesse. Doch das Vertrauen in die Einschätzung von Politikern, Fachleuten und wissenschaftlichen Experten schwindet zunehmend, wie es jüngst die Brexit-Entscheidung der Briten gezeigt hat. Woher kommt also Vertrauen, wie wird es definiert und wem sollte man es entgegenbringen? Und lässt sich Vertrauen erlernen oder am Ende sogar biochemisch erzeugen?

Herrenhäuser Gespräch:
„Vertrauen – Unsere Sehnsucht nach Gewissheit“
(Link zur Veranstaltung: )

Donnerstag, 2. März 2017, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 18:15 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin! Die Veranstaltungsreihe „Herrenhäuser Gespräche“ ist eine Kooperation zwischen NDR Kultur und der VolkswagenStiftung.

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an .

PROGRAMM:

Podiumsgespräch mit
Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf, Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Guido Möllering, Institut für Unternehmensführung, Universität Witten/Herdecke
Prof. Dr. Martin Schweer, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie, Universität Vechta
Prof. Dr. Nora Szech, Karlsruher Institut für Technologie

Moderation durch Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

idw 2017/02

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