Entspannt schenken – Hektik vermeiden

Entspannt schenken – Hektik vermeiden

Ob pfiffig oder praktisch, ob gekauft oder aus der Eigenproduktion: Geschenke erfreuen nicht nur deren Empfänger, auch den Schenkenden selbst können Präsente viel Freude bereiten. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Geschenke in Ruhe ausgesucht oder hergestellt werden können. „Eine gute Planung hilft, unnötige Hektik zu vermeiden“, sagt Regina Herdegen, Soziologin in der Präventionsabteilung des AOK-Bundesverbandes. Sinnvoll ist es zum Beispiel, mit dem Kauf von Geschenken rechtzeitig anzufangen. Dann kann der Einkaufsbummel als inspirierend genossen werden.

„Mit einem sorgfältig ausgewählten oder selbst gebastelten Geschenk kann man zeigen, dass man jemanden schätzt oder gern hat“, sagt Herdegen. Um Stress und mögliche Unstimmigkeiten wegen der Geschenke in der Weihnachtszeit zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor dem Fest klare Absprachen zu treffen. So kann man in der Familie beispielsweise vereinbaren, dass lediglich kleinere Gaben unterm Baum liegen sollten. „Wenn sich alle auf bestimmte Regeln einigen, ist bei der Bescherung niemand enttäuscht“, sagt Herdegen. Wer über das Internet Bücher oder andere Geschenke bestellt, erspart sich den Trubel in den Geschäften. Allerdings sollte man die Online-Bestellungen rechtzeitig aufgeben, da die Präsente noch per Post zugestellt werden müssen. Für Last-Minute-Käufe eignen sich Online-Shops daher nicht.

Einkaufsbummel mit Freunden
Statt alleine loszuziehen, kann es mehr Spaß machen, zu mehreren einkaufen zu gehen, etwa mit Freunden oder Freundinnen. Bei teuren Präsenten bietet es sich an, mit anderen zusammenzulegen. Dann genügt es, wenn einer der Beteiligten das Geschenk besorgt. „Planen Sie in der Adventszeit auch bewusst Zeit zum Abschalten ein“, empfiehlt die Präventionsexpertin. Entspannend kann beispielsweise ein Spaziergang sein. Andere erholen sich am besten, wenn sie ein Bad nehmen oder Musik hören. Wie man Stress vermeiden kann, erfahren auch die Teilnehmer des AOK-Internetprogramms „Stress im Griff“.

Wer schenkt, möchte anderen eine Freude machen – das ist jedoch nicht immer einfach. „Am meisten freut man sich über persönliche Präsente. Sie müssen nicht unbedingt teuer sein“, sagt Herdegen. Eine individuelle Note haben zum Beispiel persönliche Fotos, die man in einem Album oder auf Postkarten geklebt überreichen kann. Bei Freunden und Kollegen kommen selbstgebackene Plätzchen meist gut an.

Genau zuhören
Ideal ist es, wenn ein Geschenk einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Um das herauszufinden, ist es notwendig, genau zuzuhören, was sich jemand wünscht. Dies kann man dann in einer Art „Weihnachtsbuch“ notieren. Wem nichts Konkretes einfällt, kann auch Gutscheine verschenken, etwa für Bücher, Parfüm, fürs Theater oder ein Restaurant. Das ist besser, als ein „Verlegenheitsgeschenk“ zu kaufen, das nach dem Fest bloß im Regal verstaubt. „Sie können auch Zeit schenken“, schlägt Herdegen vor, „etwa für einen gemeinsamen Ausflug, ein Picknick im Grünen oder eine kleine Reise.“ Herdegens Ansicht nach ist es sinnvoll, aufs Schenken einige Sorgfalt zu verwenden. „Wenn sich der Beschenkte freut, hat sich der Aufwand in jedem Fall gelohnt.“

idw 2010/11