Diabetes

Diabetes

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus beschreibt die Überzuckerung des Blutes, weil die Glukose nach der Nahrungsaufnahme nicht in die Zellen transportiert oder in der Leber als Glykogen gespeichert wird. Dadurch bliebe der Blutzuckerspiegel weitgehend konstant. Verantwortlich für diesen Prozess ist das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin, doch bei abgeschwächter Wirksamkeit oder Insulinmangel steigt der Blutzuckerspiegel rapide an. Der Zucker wird dann mit dem Urin ausgeschieden – so konnte Diabetes bereits in der Antike problemlos nachgewiesen werden.

Diabetes mellitus wird hauptsächlich in folgende vier Typen eingeteilt:

  • Typ 1: absoluter Insulinmangel durch zerstörte Betazellen der Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse
    • Typ 1a: Autoimmunerkrankung
    • Typ 1b: Ursache unbekannt
  • Typ 2: Kombination aus Insulinresistenz, relativem Insulinmangel, Hyperinsulinismus und Sekretionsstörungen
    • Typ 2a: keine Fettleibigkeit
    • Typ 2b: Adipositas

Typ 2 wurde früher auch als Altersdiabetes bezeichnet – in Deutschland lag der Anteil der Erkrankungen dieser Art im Jahr 2007 bei rund 90 Prozent. Damals waren knapp neun Prozent der deutschen Bevölkerung von Diabetes betroffen, während es 1989 weniger als sechs Prozent waren (Quelle).

Symptome und Folgen von Diabetes

Diabetes muss behandelt werden, sonst drohen Folgeerkrankungen wie das Verkalken der Arterien, Durchblutungsstörungen in Organen, Nierenversagen oder Schlaganfälle. Vor allem die langsame Entwicklung über die Insulinresistenz ist so gefährlich, denn so können die inneren Organe bereits vor dem Erkennen der Krankheit betroffen sein. In Kombination mit einem hohen Blutdruck kann ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel sogar zum Herzinfarkt führen.

Vor allem bei Typ 1 gibt es einige Symptome, die auf eine Erkrankung hinweisen:

  • starker Harndrang und viel Durst
  • schlecht heilende Wunden
  • Müdigkeit
  • trockene Haut
  • Azeton-Atem
  • Neigung zu Infekten
  • Gewichtsverlust

Bei diesen Anzeichen sollte man sich von einem Arzt durch einen Diabetes Test untersuchen lassen. Der misst den Blutzuckerspiegel und kann anhand der Werte den Diabetestyp bestimmen. Typ 1 erfordert eine lebenslange Behandlung mit Insulinspritzen oder -pumpen, bei Typ 2 sind Medikamente nur das Mittel zweiter Wahl.

Gesunde Ernährung kann Typ 2 heilen

Während Typ 1 durch Genetik und Fremdantigene (vor allem in den ersten Lebensmonaten) ausgelöst wird und nicht geheilt werden kann, ist Übergewicht die Hauptursache von Diabetes mellitus Typ 2.

Entscheidend ist vor allem das Bauchfett, denn von ihm gehen wesentlich mehr Entzündungsbotenstoffe aus als vom Fett an anderen Körperteilen. Allgemein wird bei Frauen von einem erhöhten Diabetes-Risiko bei einem Bauchumfang ab 80 cm, bei Männern ab 94 cm gesprochen.

Studien belegen, dass eine Gewichtsabnahme nicht nur den Blutdruck, sondern auch den Blutzucker senkt. Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung sind daher die beste Vorbeugung und Behandlung dieser Krankheit. Eine ausgewogene Mischkost aus Kohlenhydraten, Eiweißen und möglichst gesunden Fetten ist ideal. Dabei darf es gerne weniger Fleisch, dafür mehr Vollkorn und grünes Gemüse sein. Wer bereits an Diabetes erkrankt ist, sollte Haushaltszucker und raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehl und Stärke meiden. Übrigens: Fruchtsäfte steigern das Diabetes-Risiko, während Obst die Rate solcher Erkrankungen senkt. Also lieber Tee und Mineralwasser trinken – das hilft zudem beim Abnehmen. Zusammen mit ausreichend Bewegung führt eine gesunde Lebensweise bei vielen Typ 2-Diabetikern zu einer Besserung oder gar Heilung der Krankheit.

A.I.