Der Wunsch von Patienten, stärker in Therapie-Entscheidungen eingebunden zu werden, hat sich inzwischen als nachhaltiger Trend etabliert. In welchem Umfang Ärzte auf diese Anforderung reagieren, zeigen die Ergebnisse einer Exploration des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS).

Ergebnisse der Adhärenz-Aktion
Mit Hilfe von Patienten-Zufriedenheitsbefragungen lässt sich einfach und genau bestimmen, wie weit die Adhärenz-Förderung in Arztpraxen fortgeschritten ist. Einen ersten Einblick gibt die Zwischenauswertung der im März durchgeführten Aktion „AdhärenzCheck-up“. Untersucht wurden hierbei der Adhärenz-Rahmen, die Qualität der Arzt-Gespräche und der Medikamenten-Information.

Bestimmung des Adherence Impact Scores
Für jeden der drei Analyse-Bereiche konnte dann der zugehörige Adherence Impact Score (AIS) bestimmt werden, der das Verhältnis der Zufriedenheit der Patienten mit den Untersuchungsparametern im Vergleich zu ihren Anforderungen repräsentiert. Die Abbildung (http://bit.ly/1j2Wf5W ) zeigt die Bilanz der Patientenbeurteilungen (Optimale Adhärenz-Förderung = 100%).
Kritikpunkt Medikamenten-Information
Unzufrieden waren die Patienten vor allem mit der Verständlichkeit der vermittelten Informationen, dem mangelnden Detaillierungs-Grad sowie der oftmals gehetzten Gesprächssituation ohne ausreichende Rückfrage-Möglichkeiten. Besonders die Erklärungen der Ärzte zu den verschriebenen Präparaten waren nach Auskunft der Patienten dürftig („Ich verschreibe Ihnen etwas gegen Ihren hohen Blutdruck.“) Wurden Informationen gegeben, handelte es sich lediglich um Stichwörter wie „modern“, „bewährt“ oder „verträglich“.

Quelle: http://bit.ly/1j2Wf5W