Immer wieder lesen wir, wie eine gesunde, ausgewogene Ernährung auszusehen hat und welche Stoffe für unseren Körper am wichtigsten sind. Zumeist ist dabei von Vitaminen, Kohlenhydraten und Co. die Rede. Die organische Säure Kreatin findet hingegen viel zu selten Erwähnung.

Fleisch und Fisch sind wichtige Kreatin-Lieferanten

Die Hauptaufgabe von Kreatin ist es, unsere Muskeln der für sie lebenswichtigen Energie zu versorgen. Benötigt wird es daneben aber auch unter anderem in unseren Nerven, im Gehirn sowie in der Netzhaut des Auges. Prinzipiell kann unser Körper Kreatin eigenständig bilden, indem es in Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin synthetisiert wird – die Menge beträgt dabei 1 bis 2 Gramm pro Tag. Nimmt man die niedrigere Zahl als Maßstab, so stellt man jedoch fest, dass der Körper nur etwa die Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen selbst herstellen kann. Der Rest sollte über die Nahrung zugeführt werden, was für einige Menschen, und zwar Vegetarier und insbesondere Veganer, schwierig sein kann, denn Kreatin ist mit 2 bis 7 g pro kg Nahrung lediglich in Fleisch und Fisch in annähernd ausreichenden Mengen enthalten.

Sportler haben erhöhten Bedarf an Kreatin

Im übrigen steigt der Bedarf an Kreatin an, wenn man sich regelmäflig sportlich betätigt und dabei speziell anaerobe Aktivitäten bevorzugt. Zu ihnen zählen zum Beispiel Sprinten, Kampfsportarten sowie Bodybuilding – die Erschöpfung der Muskulatur tritt hier deutlich schneller ein als etwa beim einfachen Joggen. Wer anaerobe Sportarten ausübt, sollte sich daher detailliertere Informationen über Kreatin einholen und ermitteln, wie hoch der individuelle Tagesbedarf ist. Höchstwahrscheinlich kann dieser nicht mehr nur durch den Konsum von Fleisch und Fisch abgedeckt werden, weshalb sich der Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln lohnt. Und: Zu viel Fleisch sollte man bekanntlich ohnehin nicht essen, weil es die Blutfettwerte erhöht. Für Menschen, die bei der Ernährung auf Fleisch und Fisch verzichten, stellen Nahrungsergänzungsmittel im übrigen die einzige Möglichkeit dar, den empfohlenen Kreatinbedarf abzudecken.

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