Joggen – Hauptsache, man tut es!

Joggen – Hauptsache, man tut es!

Die Erkenntnisse einer neuen Studie, die im englischsprachigen Fachblatt „Journal of the American College of Cardiology“ erschienen ist, machen Mut: Schon fünf Minuten Joggen haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Eine große Motivation für jene, die sich bisher nicht zum Ausdauersport Nummer Eins hinreißen lassen konnten. Doch abgesehen davon gibt es noch viele weitere Gründe, die für Bewegung sprechen. An der Langzeitstudie der Iowa State University nahmen über einen Zeitraum von 15 Jahren 55.000 Menschen mit einem Altersdurchschnitt von 44 Jahren teil. Untersucht wurden sowohl sportliche als auch unsportliche Menschen. Auf diese Weise war es möglich einen Vergleich zu erstellen, der die bemerkenswerten Ergebnisse lieferte. Die Probanden bestanden zu einem Viertel aus Joggern, die minutiös Buch über ihr sportlichen Tätigkeiten führten. Es zeigte sich, dass es keinen großen Unterschied machte, wie lange und intensiv gejoggt wurde – Hauptsache, man tat es überhaupt. Konkret ausgedrückt: Ob 50 Minuten joggen pro Woche oder drei Stunden, das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken, sank in gleichem Maße. Schon wenige Minuten Jogging haben also positive Auswirkungen, und so bringt es auch die Studie auf den Punkt: „Running, even 5 to 10 min/day and at slow speeds <6 miles/h, is associated with markedly reduced risks of death from all causes and cardiovascular disease.“

Bewegung ist immer möglich

Schlechtes Wetter sollte nie ein Grund für den Verzicht aufs Laufen sein. Schließlich ist nicht nur der Markt für funktionelle Kleidung groß, es besteht außerdem die Möglichkeit, sich ein Laufband zuzulegen. Verschiedene Stufen regeln die Geschwindigkeit exakt, sodass man alle Trainingsabläufe auch zu Hause absolvieren kann. Tipps zum Training auf dem Laufband und empfehlenswerte Laufbänder finden sich in diesem Artikel.

Viele gute Gründe fürs Joggen

Eine weitere Motivation, mit dem Joggen zu beginnen, ist die Aussicht auf das sogenannte Runner’s High. Durch erhöhte Endorphinausschüttung in bestimmten Gehirnregionen fühlen sich Jogger nach einer gewissen Laufdauer regelrecht berauscht. Allerdings tritt dieser Effekt vor allem bei Langstreckenläufen und einer Dauer ab zwei Stunden auf. Auch für Schmerzpatienten kann diese natürliche Dosis Endorphine Vorteile bringen, unterdrücken sie doch das Schmerzempfinden. Joggen gilt als die effizienteste Art, Kalorien zu verbrennen, was sich positiv auf die Figur auswirkt und Übergewicht bekämpft. Letzteres spielt bei Diabetes-Erkrankungen des Typs 2 eine große Rolle. Und es ist nie zu spät, mit dem Laufen anzufangen: Bewegung beeinflusst den Zuckerstoffwechsel in jedem Alter. Langfristig bewirkt Ausdauersport außerdem eine Senkung des Pulses, da regelmäßiges Training das Herz trainiert. Das Blut wird effizienter durch die Adern gepumpt, was langfristig das Herz schont. Das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen nimmt deutlich ab – und das bereits bei einem Zeitaufwand von wenigen Minuten pro Tag. 

Lucas Frenzel