myCardio – neue App unterstützt Patienten beim Umgang mit Herzrhythmusstörungen

myCardio – neue App unterstützt Patienten beim Umgang mit Herzrhythmusstörungen

Patienten mit Herzrhythmusstörungen sind oft verunsichert, wenn ihr wichtigster Muskel stolpert und rast. Gleichzeitig ist es in der Anamnese nicht immer einfach, funktionelle Herzrhythmusstörungen zu klassifizieren, da sich der behandelnde Arzt neben den Laborwerten hauptsächlich auf die Symptombeschreibung des Patienten verlassen muss. Eine zuverlässige Verlaufskontrolle der Beschwerden kann hier das Gespräch mit dem Arzt erleichtern. Dazu bietet Trommsdorff ab sofort die App myCardio an, die kostenlos im AppStore und Google Playstore heruntergeladen werden kann. Damit können Patienten die Taktstörungen nun im Smartphone protokollieren und sich besser auf den nächsten Arztbesuch vorbereiten. Die dokumentierten Daten können in der Therapie eine sinnvolle Ergänzung, z. B. zu einem Langzeit-EKG, sein. Darüber hinaus kann der Patient mögliche Therapieerfolge nachvollziehen, was maßgeblich zur Adhärenz beiträgt.

Die Dokumentation der einzelnen Rhythmusstörungen inkl. der Begleitsymptome und des regulären Pulses kann in der Diagnosestellung von Herzrhythmusstörungen wichtige Anhaltspunkte liefern. Mit der neu entwickelten App myCardio können die Patienten Datum und Dauer der Herzrhythmusstörungen sowie Begleitsymptome wie auch äußere Umstände und Auslöser erfassen. Zur Einteilung der Beschwerden wurden drei Kriterien entwickelt: Herzstolpern oder Herzrasen – vereinzelte Extraschläge – häufige Extraschläge. Nach kontinuierlicher Erfassung der Taktunregelmäßigkeiten ist auch eine statistische Auswertung möglich. Gerade Herzrhythmusstörungen, die auf eine Unterversorgung mit Kalium und Magnesium zurückzuführen sind, können nur in einem Ausschlussverfahren diagnostiziert werden, da die Mineralien vorwiegend intrazellulär vorliegen und ein umfassendes Blutbild keine aussagekräftigen Werte liefert. Hier können die von den Patienten dokumentierten Verlaufskontrollen und Begleitumstände einen wichtigen Hinweis geben.

Erst Stress, dann Herzrhythmusstörungen? App hilft, Zusammenhänge zu erkennen

Stressbedingte Herzrhythmusstörungen treten meist in Ruhe auf, d.h. erst nach belastenden Momenten, da in psychischen und physischen Belastungssituationen über die Hypophysen-Nebennieren-Achse verstärkt Cortisol freigesetzt wird. Die Ausschüttung des Stresshormons erlaubt es unserem Organismus, den Stoffwechsel schnell an extreme Situationen anzupassen. Gleichzeitig steigt der Aldosteronspiegel. Das Mineralcorticoid reguliert insbesondere den Mineralstoff- und Flüssigkeits-Haushalt: Ein Aldosteronanstieg erhöht die Rückresorption von Natrium, dem aufgrund des osmotischen Effekts Wasser folgt. Gleichzeitig wird die renale Ausscheidung von Kalium gefördert. Hohe Aldosteronspiegel reduzieren außerdem die renale tubuläre Reabsorption von Magnesium. Aus der stressinduzierten Cortisolausschüttung kann so letzlich ein Mangel an Kalium und Magnesium resultieren. Die Folge können funktionelle Herzrhythmusstörungen sein, die bereits belastete Patienten beunruhigen. Die diätetische Substitution mit einer Kalium- Magnesium-Fixkombination plus weitere herzaktive Mikronährstoffe (Tromcardin® complex) ist hier eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Antiarrhythmika. Eine mögliche Besserung der funktionellen Herzrhythmusstörungen durch die Kalium-Magnesium-Gabe kann dann auch mit myCardio nachvollzogen werden.