Über 1,5 Millionen Deutsche hängen an der Flasche

Über 1,5 Millionen Deutsche hängen an der Flasche

Die Sucht ist eine krankhafte und zwanghafte Abhängigkeit und man muss zwischen psychischer und physischer Abhängigkeit unterscheiden. Aus der Gewöhnung folgt oft ein fließender Übergang in die Abhängigkeit und der Betroffene bemerkt es nicht bewusst.

 

Was Alkoholsucht ist und wie sie entsteht, darüber streiten sich die Wissenschaftler heute noch. Von Psychologen wird immer noch behauptet, dass diese Sucht die Folge von Willensschwäche sei und Evolutionsforscher meinen, diese Sucht sei uns in die Wiege gelegt.

Über 1,5 Millionen Deutsche hängen an der Flasche, schätzt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), die Dunkelziffer ist nicht überschaubar.

Die Mediziner sind sich einig: Bei den Betroffenen handelt es sich um Menschen mit einer echten Erkrankung.

Von Alkoholsucht wird gesprochen, wenn ein Mensch sowohl körperlich als auch psychisch vom Alkohol abhängig ist und für diesen Menschen der Alkohol kein Genussmittel mehr ist, sondern ein Suchtmittel.

Die Betroffenen schaffen es sehr selten, sich allein aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Fachleute sehen es schon als riskant an, wenn Frauen (Erwachsene) den Konsum von 12 Gramm (1 Glas Bier oder 1 Glas Wein) Alkohol täglich an fünf Tagen in der Woche zu sich nehmen. Bei Männern sind das 24 Gramm Alkohol.

Die Alkoholsucht (Seit 1968 als chronische Sucht anerkannt) zu bekämpfen geht aufgrund eines Deliriums nur über die stationäre Entgiftung. Die körperliche Entgiftung dauert zirka 10 Tage. Danach fängt die mehrwöchige und stationäre Psychotherapie an.

Die Rückfälle beim Alkoholentzug sind ein leidiges Thema. Nimmt man einen Zeitraum von zwei Jahren nach Alkoholentzug als Grundlage, dann scheitern 90% der Therapien.

 

Buchdaten:

Sucht und Abhängigkeit (Themen der Psychologie)

Autorin: Jutta Schütz

Verlag: A. S. Rosengarten-Verlag

ISBN-13: 978-3945015056

Umschlaggestaltung, Illustration: Dieter Hollender