Künstliche Aortenklappen: Können sie mitwachsen?

(Frankfurt am Main, 19. Februar 2010) Die Deutsche Stiftung für Herzforschung (DSHF) – als Tochterorganisation der Deutschen Herzstiftung – und die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) haben erstmals das neu geschaffene Dr. Rusche Forschungsprojekt vergeben. Ausgezeichnet wurde damit die Arbeitsgruppe von Dr. med. Hassina Baraki, Medizinische Hochschule Hannover, für ein Forschungsvorhaben zum Herzklappenersatz bei Kindern. Die Auszeichnung, die mit einer Fördersumme von 50 000 Euro für zwei Jahre verbunden ist, erfolgte auf der Jahrestagung der DGTHG in Stuttgart.

In dem Forschungsvorhaben soll untersucht werden, inwieweit es möglich ist, künstliche Aortenklappen zu entwickeln, die – im Kindesalter eingesetzt – während des allgemeinen Körperwachstums mitwachsen. Durch derartige Prothesen könnten Kindern mit angeborenen oder erworbenen Defekten der Aortenklappe nach der ersten Klappenoperation risikoreiche Folgeoperationen erspart werden.

Dr. Ortwin Rusche aus Bad Soden hatte die Deutsche Stiftung für Herzforschung in seinem Testament als Alleinerbin eingesetzt. Aus dem zum Gedenken an den Erblasser eingerichteten Stiftungsfonds Dr. Ortwin Rusche soll nach dessen Wunsch alljährlich ein Projekt mit herzchirurgischem Schwerpunkt gefördert werden. Die Ausschreibung, auf die sich Nachwuchswissenschaftler aus der Herzchirurgie bewerben können, erfolgt künftig gemeinsam durch die Deutsche Stiftung für Herzforschung und die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. (idw, 03/2010)

Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
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Tel. 069/955 128-140
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