Angiogenesehemmung bei Eierstockkrebs – den Tumor aushungern

Angiogenesehemmung bei Eierstockkrebs – den Tumor aushungern

Eierstockkrebs – Was ist Angiogenese und wie profitieren Patientinnen von der Therapie mit einem Angiogenesehemmer?

 

Diagnose Eierstockkrebs: Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung

Fast 10.000 Frauen in Deutschland werden jedes Jahr mit der Diagnose Eierstockkrebs konfrontiert. Für jede von ihnen ist diese Diagnose ein Schock: Angst, Verzweiflung, und Hilflosigkeit sind typische Reaktionen. Von einer Sekunde auf die andere scheint nichts mehr so zu sein, wie es vorher war. Die betroffenen Frauen und ihre Angehörigen müssen lernen, mit der schweren Erkrankung und den dazugehörigen seelischen Belastungen zu leben. Unterstützung bei der Verarbeitung finden sie in der sogenannten psychoonkologischen Betreuung und speziellen Selbsthilfegruppen.

Die Symptome beim Eierstockkrebs sind im Frühstadium unspezifisch.
 Die Symptome beim Eierstockkrebs sind im Frühstadium unspezifisch und die Diagnose ist nicht leicht. (Grafik: Roche)

Professionelle Unterstützung beim Umgang mit der Diagnose: Psychoonkologie

Psychoonkologen sind auf die seelische Betreuung von Krebspatienten spezialisiert. Im Gespräch helfen sie den betroffenen Frauen und ihren Angehörigen, die Diagnose zu verarbeiten, sie stehen ihnen bei Fragen oder Problemen zur Seite und helfen, mit den Belastungen umzugehen. Jede Frau muss für sich selber herausfinden, was ihr hilft. Dementsprechend reichen die Angebote der Psychoonkologie von Einzel- und Gruppengesprächen über nonverbale Therapien, wie zum Beispiel Kunst- und Gestaltungstherapien, bis zu Entspannungsmethoden, wie zum Beispiel Atemtherapien oder autogenem Training. Die verschiedenen Angebote helfen den Frauen, besser mit dem Krebs leben zu lernen und positiver durch den Alltag zu kommen. Die Betreuung endet in der Regel nicht mit der eigentlichen Krebsbehandlung. Auch danach können die Frauen und ihre Angehörigen vielfältige weitere Untersützung erhalten.

Psychoonkologisches Angebot für Patienten mit Eierstockkrebs in zertifizierten Krebszentren Pflicht

Psychoonkologische Ansprechpartner gibt es inzwischen in den meisten Kliniken und Krankenhäusern sowie in einigen onkologischen Schwerpunktpraxen. Zertifizierte Krebszentren müssen ein psychoonkologisches Angebot für ihre Patienten nachweisen. Ein Verzeichnis der bundesweiten psychosozialen Beratungsstellen ist auf der Website des Krebsinformationsdienstes (KID) zusammengestellt.

Bei Eierstockkrebs werden vier große Krebsstadien unterschieden.

Eierstockkrebs wird als „stiller Krebs“ bezeichnet, da der Eierstockkrebs meist unbemerkt wächst. Daher wird mehr als die Hälfte erst im Stadium III entdeckt. (Grafik: Roche)

Geteiltes Leid ist halbes Leid: Selbsthilfegruppen für Frauen mit Eierstockkrebs

Die direkte Auseinandersetzung mit der eigenen Erkrankung hilft vielen Frauen die schwere Diagnose zu verarbeiten. Bereits das Wissen über die Erkrankung und die Vorgänge im eigenen Körper kann dazu beitragen, Ängste und Sorgen deutlich zu verringern. Umfassende Informationen finden betroffene Frauen beispielsweise in Ratgebern oder entsprechenden Internetportalen. Darüber hinaus empfinden viele Frauen auch den Austausch mit anderen Betroffenen als eine wertvolle Unterstützung. Diese Möglichkeit bieten spezielle Selbsthilfegruppen, in denen die Patientinnen auf andere Frauen mit den gleichen Erfahrungen und Ängsten treffen. Im direkten Austausch erfahren sie, wie andere Betroffene mit den seelischen und körperlichen Belastungen der Erkrankung umgehen. Oft verleiht dies Mut und Kraft, die eigenen Belastungen besser zu bewältigen. Viele Frauen empfinden es zudem als positiv, in der Selbsthilfegruppe selbst aktiv andere Frauen im Umgang mit der Erkrankung unterstützen zu können.

Im fortgeschrittenen Stadium des Eierstockkrebs können nach erfolgreicher Operation mit einer medikamentösen Therapie aus Chemotherapie plus Angiogenesehemmung verbesserte progressionsfreie Zeiten erzielt werden.
(Grafik: Roche)

Regelmäßige Treffen von Selbsthilfegruppen für Patienten mit Krebserkrankungen und deren Angehörige finden in nahezu allen größeren Städten statt. Spezielle Gruppen für Patientinnen mit Eierstockkrebs sind leider noch weniger stark vertreten, befinden sich jedoch im Aufbau. Informationen zu regionalen Selbsthilfegruppen bietet unter anderem der Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs.

Auswahl wichtiger Adressen:

Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO)
Kommission Ovar Kaiser-Friedrich-Ring 71
65185 Wiesbaden
Telefon: 0611 / 88 04 67 0
www.ago-ovar.de

Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e. V.
Wilmersdorfer Straße 39
10627 Berlin
Telefon: 030 / 31 01 89 74
www.dag-shg.de

Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin
Telefon: 030 / 32 29 32 90
www.krebsgesellschaft.de

Deutsche Krebshilfe e. V.
Buschstraße 32
53113 Bonn
Telefon: 0228 / 72 99 00
www.krebshilfe.de

Eierstockkrebs Forum
Informationsplattform des Europäischen Kompetenzzentrums für Eierstockkrebs (EKZE)
Charité Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon: 030 / 45 05 78 30 6
www.eierstockkrebs-forum.de

Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V.
Thomas-Mann-Straße 40, 53111 Bonn
Telefon: 0228 / 33 88 94 00
www.frauenselbsthilfe.de

Krebsinformationsdienst (KID) im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKID)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 / 42 28 90
www.krebsinformation.de

Stiftung Eierstockkrebs
Boothstraße 16
12207 Berlin
www.stiftungeierstockkrebs.de

Das könnte Sie auch interessieren

MEDIZIN ASPEKTE / mr / Roche Pharma AG 2012/03