Telemedizinische Patientenversorgung

Telemedizinische Patientenversorgung

Mit Blick auf den demographischen Wandel hat sich gerade auch vor dem medizinischen Hintergrund in den letzten Jahren einiges getan: Die Menschen in unserer Gesellschaft werden dank der sich nahezu stetig verbessernden medizinischen Gegebenheiten immer älter. Dies führt jedoch auch zu einem gesteigerten Bedarf an Ärzten, Heilpraktikern und so weiter.

In Anbetracht dessen ist auch die Nachfrage nach preisgünstigen und zeitlich sowie örtlich unabhängigen Beratungs- und Behandlungsangeboten sukzessive gestiegen. Überhaupt nimmt in diesem Zusammenhang auch das world wide web einen sehr wichtigen Stellenwert ein. Eine Möglichkeit, die sich darüber hinaus einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreut, ist die so genannte Telemedizin, ein Teilbereich der Telematik im Gesundheitswesen.

Für immer mehr Menschen jeglichen Alters ist die Chance, mittels Telemedizin eine wertvolle und fundierte Hilfestellung bei möglichen gesundheitlichen Problemen zu bekommen, überaus wertvoll. Dadurch kann in vielen Fällen nicht nur der mitunter lästige und auch zeitintensive Gang zum Arzt vermieden werden, sondern der Hilfe suchende Patient spart im Zuge dessen auch noch bares Geld.

Grundsätzlich werden in Sachen Telemedizin zwei Hauptaspekte unterschieden. Diesbezüglich ist zum einen von der doc2patient-Variante die Rede (beispielsweise HealthExpress),andererseits gibt es auch das doc2doc-Modell. Letzteres erweist sich im Endeffekt ebenfalls als großer Vorteil für die Patienten, gelingt es dadurch dem behandelnden bzw. beratenden Mediziner doch, sich „Rückendeckung“ bzw. die zweite Meinung eines fachlich kompetenten Kollegen einzuholen.

Fakt ist, dass das gestiegene Interesse an der Telemedizin natürlich auch der Fachwelt nicht verborgen geblieben ist. Und so setzt man unter anderem in Krankenhäusern, medizinischen Instituten und Einrichtungen et cetera einiges daran, um Ärzte in Sachen Telemedizin umfassend aus- und weiterbilden zu können. In der Tat ist diese Entwicklung ein entscheidender und noch dazu ungemein vielversprechender Meilenstein in der Medizin.

Telemedizin: Pro und contra

Die Vorteile der telemedizinischen Versorgungsangebote liegen auf der Hand: Nicht nur ältere Menschen haben nicht immer die Gelegenheit, bei Bedarf einen erfahrenen Mediziner zu konsultieren, sondern Damen und Herren jeden Alters geht es mitunter ähnlich. Wer aufgrund bestimmter Verpflichtungen nicht die Zeit hat, lange Wartezeiten beim Hausarzt in Kauf zu nehmen, der ist durchaus gut beraten, auf die Telemedizin zu setzen.

Ganz gleich, ob es um präventive Aspekte oder um behandlungsrelevante Fragen geht: im Rahmen eines persönlichen Dialoges mit einem Facharzt können viele Gesundheitsfragen oft innerhalb kurzer Zeit geklärt werden. Sofern es besonders komplexe Problemstellungen zu lösen gilt, kann der beratende Arzt anbieten, eine zweite Meinung bei einem Kollegen einzuholen, um diese dann in einer weiteren telemedizinischen Sitzung weiterzugeben.

Die telemedizinische Patientenversorgung ist darüber hinaus von sehr großer Relevanz im Hinblick auf die Überwachung bestimmter Therapie- oder Behandlungsabläufe. Dabei kann der Patient relevante Messdaten „in Eigenregie“ an den Arzt übermitteln, sodass dieser umgehend weitere Tipps geben oder weitere Schritte einleiten kann. Oftmals erhalten Patienten diesbezüglich spezielle Technologien, die es ihnen ganz bequem von zu Hause aus ermöglichen, alle relevanten Daten direkt und zielorientiert an die jeweils zuständige medizinische Abteilung zu übermitteln.

Die telemedizinischen Anwendungen sind aus dem Gesundheitswesen schon jetzt nicht mehr wegzudenken. In Anbetracht der Tatsache, dass sich dadurch nicht nur sehr viel Zeit einsparen lässt – sowohl aus der Sicht von Patienten, als auch für Mediziner – ist es nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr Arztpraxen, Krankenhäuser et cetera die Vorteile der Telemedizin für sich nutzen. Nicht zu vergessen ist dabei insbesondere auch der Kostenfaktor. So spart man durch die Inanspruchnahme der Telemedizin bares Geld. Ein Aspekt, der ganz gewiss auch im Sinne leistungsorientierter Krankenkassen sein dürfte.

Wird die Patientenbetreuung in Deutschland durch Telemedizin qualitativer?

Im Hinblick darauf, dass immer mehr medizinische Einrichtungen, Arztpraxen und Co. auf die Telemedizin setzen, da sie einfach zahlreiche Vorzüge bietet, wird dieser innovative Bereich sukzessive ausgebaut. Es werden Aus- und Weiterbildungen offeriert, Technologien verbessert und neue Behandlungs- bzw. Beratungsmethoden entwickelt. Insofern darf man mit Fug und Recht behaupten, dass die Betreuung der Patienten in dieser Hinsicht zum einen noch individueller und andererseits noch qualitativer werden kann.

So genannte „Massenabfertigungen“ oder kostenorientierte Kurzgespräche beim Hausarzt des Vertrauens werden in der Konsequenz ganz gewiss vermehrt ins Hintertreffen geraten. Viele gute Gründe also, die für die Telemedizin an sich sprechen.

 

AL