200. Intensivstation ist „angehörigenfreundlich“

Am Freitag, den 11. 3.2016 wurde die deutschlandweit 200. Intensivstation als „angehörigenfreundlich“ zertifiziert, die interdisziplinäre Intensivstation des Ev. Krankenhauses Herne/Wanne-Eickel. Die Elf-Betten-Station ist als „Weaning“- Einheit auf das Abtrainieren von künstlicher Beatmung spezialisiert. Die Idee, Angehörige auf einer Intensivstation nicht als „störende Keimträger“ zu begreifen, sondern in ihnen einen gesundheitsfördernden Kontakt für Schwerstkranke zu sehen, geht auf Forschungen der Pflegewissenschaftler an der Universität Witten/Herdecke zurück. Verliehen wurde das Zertifikat „Angehörige jederzeit willkommen“ am Freitag in einer kleinen Feierstunde vom Verein Stiftung Pflege, der diese Idee voranbringen möchte. (www.stiftung-pflege.de) Interessierte Kliniken und Ärzte können sich dort informieren.

In ganz Deutschland haben völlig unterschiedliche Intensivstationen inzwischen das Zertifikat erhalten. Eine Fachtagung am 25. November 2016 in Berlin wird ihr Engagement würdigen. Intensivstationen, die sich in der Vergangenheit zertifizieren ließen, beziehen Angehörige, Freunde und vertraute Menschen von Patienten mit kritischen Gesundheitszustand mit ein. Sie verstehen den Besuch von Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes, der entscheidend zur schnellen Genesung der Patienten beiträgt. Daher gestalten sie die Besuchsregelungen ihrer Intensivstation flexibel und passen sie an die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen an. Angehörige leisten emotionalen Beistand und geben dem Patienten das wichtige Gefühl, dass sich jemand „kümmert“.

Weitere Informationen bei Prof. Dr. Angelika Zegelin, angelika.zegelin@uni-wh.de.

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