Messgenauigkeit von Blutzuckermessgeräten Basis für erfolgreiches Diabetes-Management

Messgenauigkeit von Blutzuckermessgeräten Basis für erfolgreiches Diabetes-Management

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die den Diabetiker ein Leben lang begleitet. Moderne Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen Menschen mit Diabetes ein Leben fast ohne Einschränkungen. Regelmäßiges Messen und Dokumentieren der Blutzuckerwerte sind für den Diabetiker elementare Bestandteile eines konsequenten Diabetes-Managements und bilden die Basis für eine erfolgreiche Insulintherapie. Da der Blutzuckerspiegel Schwankungen unterliegt, sorgt die Selbstkontrolle für Sicherheit in der Diabetestherapie.

Messgenauigkeit wichtig bei der Blutzucker-Selbstkontrolle – Diabetiker sorgen sich um falsche Messwerte

Die Messgenauigkeit spielt bei der Blutzucker-Selbstkontrolle eine wichtige Rolle, da auf ihrer Basis weltweit Millionen von Therapieentscheidungen gefällt werden. Eine aktuelle Studie des Mainzer Instituts für klinische Forschung und Entwicklung (ikfe) zeigt auch, dass sich 30 Prozent der Diabetiker Sorgen machen, ob ihre Messwerte korrekt sind. Denn ungenau gemessene Blutzuckerwerte können eine falsche Dosierung des Insulins oder eine zu geringe Kohlenhydratzufuhr zur Folge haben: Im schlimmsten Fall kann dadurch bei Menschen mit Diabetes eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) auftreten.

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Insulin regelt Blutglukosespiegel

Glukose spielt im Körper als Energielieferant eine wichtige Rolle, da Zellen ohne sie nicht richtig arbeiten können. Für die Aufnahme der Glukose in die Zellen und damit für die Erniedrigung des Blutglukosespiegels ist das Hormon Insulin zuständig. Durch Fehlen von Insulin oder einer erniedrigten Insulinsensitivität der Zellen kann der Körper den Blutzucker im Blut nicht richtig verwerten.


Prof. Dr. med. Sylvia Haas, München und Dr. med. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn, Vorsitzende des DDG-Symposiums „Von der Blutzuckermessung zum Diabetesmanagement – wo geht die Reise hin?“ unterstrichen die Bedeutung einer hohen Messgenauigkeit von Blutzuckermessgeräten als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Diabetes-Management. (Foto: MEDIZIN ASPEKTE;  J. Wolff)

Ursachen von Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2

 Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 haben verschiedene Ursachen. Etwa fünf bis zehn Prozent der Menschen mit Diabetes in Deutschland haben Diabetes mellitus Typ 1, bei dem die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produziert, so dass eine Hyperglykämie (Überzuckerung) entsteht. Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 wird zwar meist noch Insulin in der Bauchspeicheldrüse hergestellt, kann aber nicht richtig wirken (so genannte Insulinresistenz), sodass auch bei diesen Menschen hohe Blutzuckerspiegel gemessen werden können.2

Symptome und Diagnose bei Diabetes mellitus Typ 1 und bei Diabetes mellitus Typ 2

Die Symptome bei Diabetes mellitus Typ 1 entwickeln sich meist innerhalb weniger Tage bis Wochen. Es kommt vor allem zu quälendem Durst, vermehrtem Harndrang und Gewichtsverlust. Während der Typ-1-Diabetes in der Regel schnell diagnostiziert wird, vergehen bei der Diagnose eines Typ-2-Diabetes hingegen oft Jahre, da lange Zeit keine oder nur geringe Beschwerden wie vermehrter Durst, schlechtes Allgemeinbefinden oder erhöhte Infektanfälligkeit auftreten. Manchmal weisen erst Folgeerkrankungen wie beispielsweise eine verschlechterte Sehfähigkeit, schlecht heilende Wunden oder eine Niereninsuffizienz auf die Stoffwechselstörung hin.2

Der HbA1c-Wert: ein Parameter für die Langzeitbeurteilung der Stoffwechsellage bei Diabetes

Leitsymptom bei Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 ist eine Hyperglykämie. Der Wert schwankt allerdings ständig: Nach dem Essen steigt er beispielsweise, beim Sport sinkt er. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerwerts wichtig. Ärzte benötigen jedoch nicht nur den aktuellen, sondern auch den Durchschnittswert der vergangenen Wochen, um über die richtige Therapie zu entscheiden. Der HbA1c-Wert stellt das so genannte „Blutzuckergedächtnis“ dar, da das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen teilweise mit Glukose verbunden vorliegt. Der HbA1c-Wert liegt umso höher, je höher der Blutglukosespiegel in den letzten Wochen war. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Diabetes (DDG) empfiehlt als Therapieziel bei Typ-2-Diabetes die individuelle Einstellung des HbA1c-Wertes auf unter 6,5 Prozent, um diabetesbedingte Folgeerkrankungen zu vermeiden.3

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Effektives Diabetes-Management durch präzise Blutzucker-Selbstkontrolle

Beim Diabetes-Management spielt die Blutzucker-Selbstkontrolle eine entscheidende Rolle. Denn verschiedene Faktoren können Blutzuckerschwankungen begünstigen. So kann beispielsweise ein verändertes Bewegungsverhalten im Vergleich zum Alltag zu Schwankungen des Blutzuckerspiegels führen, sodass es selbst bei gleichbleibender Medikation zu einer Unterzuckerung kommen kann. Deshalb ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel gewissenhaft und präzise zu kontrollieren, um die Kohlenhydratzufuhr und/oder die Insulinmenge anpassen zu können.

 

Die Einfache Handhabung und die Messgenauigkeit der Blutzuckermessgeräte der CONTOUR® NEXT Familie überzeugen in der täglichen Anwendung: Dr. med. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn, Sandra Blaß, Leverkusen und Michael Munninger, Nürnberg (v.l.n.r; Foto: MEDIZIN ASPEKTE;  J. Wolff)

Blutzuckermessgeräte:  wegen der Messgenauigkeit auf ISO-Norm achten

Wie genau Messgeräte, die zur Selbstkontrolle der Blutzuckerwerte eingesetzt werden, sein sollen, definiert die ISO-Norm 15197/20034. Die internationale Norm gibt Empfehlungen für Präzision und Richtigkeit von Blutzuckermessgeräten. Bei Geräten, die zur Blutzucker-Selbstkontrolle eingesetzt werden, müssen die Messwerte bei Vergleichsmessungen mit einer Labor-Referenzmethode im Bereich der ISO-Norm liegen: 95 Prozent der einzelnen Glukosemesswerte dürfen bei Glukosekonzentrationen <4,2 mmol/l (<75 mg/dl) eine Abweichung von ±0,83 mmol/l (15mg/dl) nicht überschreiten. Bei Glukosekonzentrationen ≥4,2 mmol/l (≥75mg/dl) darf die Abweichung ±20 Prozent betragen. Die strengen Anforderungen der ISO-Norm 15197/20034 hinsichtlich Genauigkeit, Präzision und Leistungsfähigkeit der Geräte sollen bald verschärft werden. Die Blutzuckermess-Systeme der neuen Bayer Generation, CONTOUR® XT und CONTOUR® NEXT USB, erfüllen diese Kriterien bereits heute. Sie sind einfach und ohne großen Aufwand zu bedienen: Den neuen CONTOUR® NEXT Sensor einführen – Blut ansaugen – Ergebnis ablesen, wie gewohnt ohne Codieren. Sieben separate Messimpulse des Multi-Puls-Prinzips ergeben innerhalb von wenigen Sekunden einen präzisen Messwert. Anwender erreichen mit dem CONTOUR® NEXT eine mit medizinischem Fachpersonal vergeleichbare Genauigkeit der Messergebnisse, berichtete Prof. Dr. med. S. Matthaei auf einem Symposium zum DDG 2012 in Stuttgart5.

Diabetes mellitus  – eine Volkskrankheit

Diabetes mellitus gehört nach Angaben des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland.1 Derzeit haben hierzulande etwa sieben Millionen Menschen Diabetes. Weltweit wurde im Jahr 2011 bei mehr als 366 Millionen Menschen Diabetes diagnostiziert.Nach Schätzung der International Diabetes Federation (IDF) wird die Zahl der Menschen mit Diabetes in 20 Jahren auf 552 Millionen steigen.2

Mehr Informationen zum Thema „Diabetes mellitus“ unter:

Quellen:

  1. Deutscher Gesundheitsbericht. Diabetes 2012. URL: http://profi.diabetesde.org/fileadmin/users/Fachleute_und_Mediziner/Gesundheitsberichte/Gesundheitsbericht_2012.pdf (Stand: 07.05.2012)
  2. URL: http://www.dzd-ev.de/themen/diabetes-die-krankheit/volkskrankheit-diabetes/index.html (Stand: 07.05.2012)
  3. DDG Leitlinie 2008
  4. DIN EN ISO 15197:2003 Testsysteme für die In-vitro-Diagnostik; Anforderungen an Blutzuckermess-Systeme zur Eigenanwendung beim Diabetes mellitus (Deutsche Fassung ISO 15197:2003).
  5. Von der Blutzuckermessung zum Diabetesmanagement – wo geht die Reise hin?
    Veranstalter Bayer Vital GmbH, DDG 2012, 16.05.2012
idw 2012/05