Für Diabetiker gehört die Blutzuckermessung zu den regelmäßigen Tätigkeiten in der Therapie des Diabetes mellitus. Die dabei verwendeten Messgeräte müssen genau sein, da die angezeigten Werte die Basis für die Berechnung der lnsulindosis darstellen. Dadurch sind sie mitentscheidend für die Qualität der Therapie und für das Wohlergehen des Patienten.

Prof. Dr. A. Pfützner, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung des Instituts für Klinische Forschung und Entwicklung (IKFE) in Mainz: „Die Durchführung regelmäßiger Blutzuckermessungen ist eine unabdingbare Zielsetzung für die Insulintherapie bei Patienten mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes. Auf der Basis dieser Blutzuckermessungen werden täglich weltweit Millionen von Therapieentscheidungen gefällt über z.B. die Insulinart, die Dosis etc., die die Gesundheit und das Wohlergehen der einzelnen Patienten beeinflussen können.“

Bei der Messung des Blutzuckers gibt es viele Faktoren, die die Genauigkeit des Ergebnisses beeinflussen können, wie z.B. Medikamente, Temperatur, Hämatokrit und viele andere. Der Hämatokrit ist ein Maß für die Menge der Zellen im Blut (und damit auch ein Maß für die Viskosität) und ist vor allem von der Anzahl der roten Blutkörperchen abhängig.

Moderne Blutzuckermessgeräte: Dynamische Elektrochemie minimiert Einfluss von Störgrößen
Generell sind Veränderungen des Hämatokritwertes in der klinischen Praxis nicht auszuschließen. Sie treten zum Beispiel bei Hämodialyse, Schwangerschaft oder sportlicher Betätigung auf. Neue Studiendaten zeigen, dass der Hämatokritwert gerade bei Patienten mit Diabetes deutliche Schwankungen aufweisen kann. Nach Ansicht der Autoren sollten deswegen insbesondere Blutzuckermessgeräte eingesetzt werden, die trotz dieser Einflüsse eine hohe Messgenauigkeit gewährleisten.

Die dynamische Elektrochemie, eine moderne Technologie, die auch in den neuen Blutzuckermessgeräten BG*Star und iBG*Star Anwendung findet, ist in der Lage, den Einfluss dieser Störgrößen zu minimieren. Wie in einer vergleichenden Laboruntersuchung mit anderen Blutzuckermessgeräten kürzlich gezeigt wurde, gehört BG*Star zu den wenigen Geräten, die insbesondere gegen den Einfluss von Hämatokrit-Veränderungen stabil sind.

Auch beim iBG*Star sichert dynamische Elektrochemie Genauigkeit und Stabilität der Blutzuckermesswerte
Anhand von Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass BG*Star, und basierend auf der dynamischen Elektrochemie auch iBG*Star, Geräte sind, die hinsichtlich Genauigkeit und Stabilität der Messwerte zu den aktuell verfügbaren Spitzengeräten gehören, die auch unter klinisch schwierigeren Bedingungen zuverlässige Werte liefern.

Sanofi veröffentlichte Studienergebnisse, die bestätigen, dass auch unter klinisch schwierigeren Bedingungen mit dem Blutzuckermessgerät BG*Star individuell zuverlässige Messergebnisse erreicht werden. Eine hohe Messgenauigkeit wird auch bei variierenden Hämätokritwerten (Hkt), wie sie zum Beispiel beim Sport, Rauchen oder in der Schwangerschaft auftreten, erreicht.

Der BG*Star ist eines der wenigen Geräte, das den Anforderungen unterschiedlicher Hämatokritwerte gerecht wird: Nur der BG*Star, das Referenzgerät und zwei weitere Geräte erfüllen das Kriterium einer Mittleren Maximalen Abweichung über alle Blutzuckerkonzentrationen von weniger als 10 Prozent. Alle anderen Geräte weisen deutliche Abweichungen der angezeigten Glukosewerte mit fallendem oder steigendem Hämatokrit auf.

Blutzuckermessung stellt hohe Anforderungen an Blutzuckermessgeräte
Die Anforderungen an ein modernes Blutzuckermessgerät sind hoch. Zum einen sind es exakte Blutzuckermesswerte, die auch unter Stressbedingungen klinisch nutzbar sein sollen. Zum anderen entscheiden aber auch Look and Feel, also die Größe des Blutzuckermessgeräts, das Aussehen, das Gewicht und die Lesbarkeit der Werte im Display. Nach 9 Monaten Erfahrung mit dem iBG*Star nennt Daniel Schnelting (25), dreifacher Deutscher Meister im 200-Meter-Sprint und seit 20 Jahren Diabetiker, weitere Vorteile, wie die kurze Messzeit von 3-4 sec. und die Verfügbarkeit aller Messdaten über sein iPhone, ohne ein Messtagebuch führen zu müssen.   

Diabetes mellitus – Zahl der Diabetiker steigt weltweit um 54%
Der Diabetes mellitus (Typ 2) ist eine globale Epidemie und die Zahl der Diabetespatienten nimmt weltweit zu. Es wird mit knapp einer halben Milliarde Diabetiker in den kommenden 20 Jahren gerechnet. Damit wird die Zahl der Diabetiker weltweit um 54% steigen. In Deutschland werden bis zu diesem Zeitpunkt bis zu 12 Mio. Deutsche an Diabetes erkranken. Vor diesem Hintergrund sind wirksame Therapiestrategien, Wirksubstanzen, exakte Blutzuckermesswerte und Blutzuckereinstellungen gefordert. Prof. Dr. A. Pfützner: „Eine gute Blutzuckereinstellung ist notwendig, um beim Diabetes mellitus die Entwicklung von Spätschäden zu verhindern und um eine gute Lebensqualität zu erhalten.“

Sinkt bei Diabetikern der postprandiale Blutzucker sinkt auch das Sterberisiko
Die ,,Basal unterstützte orale Therapie“, BOT mit lnsulin glargin, hat sich als einfaches und effektives Einstiegsregime in die lnsulintherapie etabliert. Auch deren Wirksamkeit zur Erreichung optimaler Werte des Blutzuckers und des HbA1c“ bei einer Vielzahl von Patienten als Voraussetzung zur Verhinderung Diabetes-assoziierter Komplikationen ist hinlänglich dokumentiert. lm Sinne einer BOT plus ist die mehrfach tägliche lnjektion eines kurzwirksamen Insulins möglich, mit dem Ziel, den postprandialen Blutzucker optimal zu senken. Die Senkung des postprandialen Blutzuckers, dem erhöhten Blutzuckerwert nach einer Hauptmahlzeit, z.B. zwei Stunden nach dem Mittagessen, mindert nach den Worten von Prof. Dr. med. Reinhard G. Bretzel, Giessen, das Sterberisiko. Beleg dafür ist eine 14-Jahres-Studie. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass das Sterberisiko mit der Höhe der postprandialen Blutzuckerwerte steigt.

Quellen

  1. Schipper C, Musholt P, Forst T, Thome N, Ramljak S, Schmidt M, Pfützner A: Diabetologie & Stoffwechsel 2011; 6: S. 79
  2. Pfützner A, Mitri M, Sachsenheimer D, Yap A, Borchert M, Forst T.: Clinical Accuracy of the patient self-testing blood glucose meters BGStar® and iBGStar®. Procs. ADS & ADEA Ann. Meeting 201 1: S.266
  3. PRESSEKONFERENZ 02.12.2011, Berlin
    Moderne Therapie des Typ-2-Diabetes: Highlights 2011
    Veranstalter: SANOFI
    Moderation: Andrea Klimke-Hübner, Frankfurt am Main

Vorträge

  • Diabetes, Herz und Gefäße: Gute Blutzuckereinstellung ist entscheidend
    Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe, Bad Oeynhausen
  • Blutzuckermessung der neuen Generation: Das Resümee für 2011
    Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Pfützner, Mainz
    Daniel Schnelting, Rhede
  • Modern und effektiv: Mit kurzwirksamen lnsulin- und Basalinsulinanaloga flexibel therapieren
    Prof. Dr. med. Dr. h. c. Reinhard G. Bretzel, Giessen
  • Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit moderner lnsulinanaloga: Aktuelle Studiendaten und Therapiekostenvergleiche
    Franz-Werner Dippel, Berlin
  • Diabetes – Zusammen erreichen wir mehr: Ausblicke und Perspektiven bei Sanofi
    Dr. Milan Novakovic, Berlin
    idw 2011/12