DDG warnt vor Selbstbehandlung mit „Fillern“

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Das Faltenunterspritzen unter Verwendung von hyaluronsäurehaltigen Präparaten ist unter rechtlichen Aspekten eine erlaubnispflichtige Ausübung der Heilkunde. Eine invasive kosmetische Behandlung erfordert ärztliche Fachkenntnisse; eine Fehlbehandlung kann erhebliche gesundheitliche Schädigungen verursachen.

Nach der Rechtsprechung in Deutschland ist daher eine Faltenunterspritzung durch Personen, die nicht zur Ausübung der Heilkunde befugt sind, nicht zulässig (OLG Karlsruhe, Urteil vom 17. Februar 2012 – 4 U 197/11 –). Bei Hyaluronsäurepräparaten handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente; ihre Abgabe zur Selbstinjektion ist Apotheken nicht erlaubt.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) warnt daher vor einem Missbrauch entsprechender Präparate in Form der Selbstinjektion durch Patienten, wie sie neuerdings offenbar in sozialen Medien propagiert wird.

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Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Peter Elsner
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Erfurter Str. 35
07743 Jena
E-Mail: elsner@derma-jena.de

idw 2019/12
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