Gemeinsamkeiten und Differenzen im Bachelorstudium

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„Während in Vallendar im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Pflegeexpertise der Fokus auf Fokus auf die vertiefte Kompetenz zur professionellen Fallarbeit gelegt wird, zielt der duale Bachelorstudiengang Klinische Pflege in Trier darauf ab, das pflegewissenschaftliche Studium mit einer praxisnahen pflegerischen Ausbildung zu verbinden.“

Nach einem regen Austausch der beteiligten Akteure über beide Bachelorstudiengänge präsentierten die Studierenden beider Universitäten aktuelle Themen, mit denen sie sich im Rahmen ihres Studiums beschäftigen – sowohl anhand von Postern als auch als Präsentationen der Ergebnisse von Hausarbeiten. Dazu zählten beispielsweise Themen wie Entscheidungsfindung anhand des Shared Decision Model oder auch im Kontext von Dekubitusprophylaxe – aber auch die Bedeutung vegetarischer Ernährung und ernährungsassoziierter Erkrankungen für den pflegerischen Versorgungskontext oder der Einsatz von medizinischem Cannabis und die Auswirkung auf die Mobilität von Menschen mit Morbus Parkinson.

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Wegbereiter für künftige Generationen

Bei der Diskussion im sogenannten Fischbowl, einer Diskussionsmethode, diskutierten die Studierenden aus Trier und aus Vallendar unterschiedliche Perspektiven zur Akzeptanz und Wertschätzung, dem Kompetenzerwerb, der Praxisanleitung und Best-Practice-Beispielen. Alle Diskutantinnen und Diskutanten waren sich darin einig, dass noch viel Pionierarbeit geleistet werden muss, um den Mehrwert der akademisierten Pflege bei der Ausgestaltung von komplexen und hochkomplexen pflegerischen Versorgungssituationen zu erreichen. „Zwar ist klar, dass komplexer werdende pflegerische Versorgungssituationen auch komplexere Ausbildungsarrangements erfordern, aktuell werde aber noch zu oft nur von der Steigerung der Anzahl der Pflegenden gesprochen, weniger über die qualitative Ausgestaltung der Versorgungspraxis durch akademisch ausgebildete Pflegefachpersonen“, erklärte Prof. Sirsch. Dies sei in der Versorgungspraxis, in den einzelnen Einrichtungen, als auch in der Politik und der Gesellschaft noch nicht durchgehend anerkannt. Eine „innere“ Professionalisierung müsse jedoch zunächst erfolgen, um die „äußere“ Akzeptanz zu ermöglichen. Die Transparenz zu den bestehenden und künftigen möglichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten müsse nach Aussagen der Studierenden in der Öffentlichkeit stark erhöht werden. Das Wecken von Neugierde bei Fachkolleginnen und Fachkollegen in den Einrichtungen in Bezug auf die Akademisierung von Pflegekräften können dabei unterstützen möglichen Vorurteilen und einem etwaigen Konkurrenzdenken vorzugreifen Spannungen abzubauen. Aber auch Toleranz zwischen akademisch ausgebildeten und nicht studierten Pflegefachpersonen sei gefragt. Angesprochen wurden auch weitere Themen wie die Bezahlung akademisierter Pflegefachpersonen und mögliche Berufsprofile im Anschluss an den Studienabschluss. Ein Studierender riet dazu, bereits früh eine individuelle Nische zu finden, um sich beim Arbeitgeber positionieren zu können und als akademisierte Pflegefachperson ernst genommen zu werden. „Es braucht einen langen Atem“, sagte eine Studentin. Eine andere ergänzte: „Wir müssen heute den Kampf der Akzeptanz für künftige Generationen führen“.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis des heutigen Tages“, resümierten Prof. Sirsch und Prof. Dr. Margit Haas, Professorin für Pflegewissenschaft im dualen Bachelor-Studiengang Pflegewissenschaft – Klinische Pflege an der Universität Trier und Alumni der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV. Die gute Vernetzung im Pflegesektor hat diesen Austausch ermöglicht, weitere derartige Kooperationen werden geplant.
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Information zur PTHV:
Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) ist eine kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule (im Rang einer Universität) in freier Trägerschaft. Die Gesellschafter der PTHV gGmbH sind die Vinzenz Pallotti gGmbH und die Marienhaus Holding GmbH. Rund 50 Professoren und Dozenten forschen und lehren an der PTHV und betreuen etwa 500 Studierende beider Fakultäten.

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Kontakt zur Pressestelle der PTHV:
Verena Breitbach, Tel.: 0261/6402-290, E-Mail: vbreitbach@pthv.de
Besuchen Sie uns auch im Internet unter: http://www.pthv.de

idw 2019/12
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