Gemeinsam sicher: Das E-Rezept und der Datenschutz auf dem iPhone

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Während in Deutschland über die Telematik-Infrastruktur geredet wird und das E-Rezept nun im Laufe des Jahres 2020 Einzug in den niedergelassenen Arztpraxen, Kliniken sowie Apotheken finden wird, arbeitet auch der Konzern Apple weiter am Thema Datenschutz.

Mit einem Plakat überdimensionaler Größe schmückte Apple im Januar 2019 die Fassade eines Wohnblocks, nur unweit der CES Veranstaltung in Las Vegas. Der Aufdruck: „What happens on your iPhone, stays on your iPhone“, also übersetzt „Was auf Deinem iPhone passiert, bleibt auf Deinem iPhone.“ Das Unternehmen hat es sich nicht nur zu einer von vielen Aufgaben gemacht, sondern zur regelrechten Anforderung erster Ebene, den Datenschutz in alles zu integrieren, was sie machen. Setzt man sich mit dem Thema weiter auseinander, so scheint das bisherige Vorgehen aufzugehen. Während unserer Recherchen konnten wir feststellen, dass im Internet nahezu keine Beiträge vorzufinden sind, die anderes behaupten. Das 1976 in Kalifornien gegründete Unternehmen macht vor, wie es anscheinend richtig geht und priorisiert die Entwicklung von guten Anwendungen, denen Nutzerinnen und Nutzer vertrauen. Das mobile Endgerät iPhone und das Wearable Device Apple Watch sind dabei Entwicklungen, die es ermöglichen, auch als Privatperson auf seine Daten zu achten. FaceID, die Gesichtserkennung, die entsprechend auch im neuesten iPhone 11 integriert ist und die zusätzliche Abfrage eines eigenen Sicherheitsschlüssels (AppleID), erschweren unautorisierten Personen den Zugriff auf Daten. Sichtbar und anschaulich dargestellt wird dies auch in diesem Kurzvideo.

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“Unsere Produkte und Features sind mit innova­tiven Datenschutz­technologien ausgestattet, damit wir oder andere auf möglichst wenige deiner Daten zugreifen können. Zusätzlich sorgen leistungs­starke Sicherheits­features dafür, dass niemand außer dir Zugriff auf deine Informationen hat. Wir arbeiten ständig an neuen Möglichkeiten, deine persönlichen Informationen zu schützen.“

(Quelle: Website von Apple Inc., Nov. 2019)

Die Telematik-Infrastruktur und das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) ermöglichen Deutschland in der Verwaltung des Medizin- und Gesundheitswesens womöglich wieder Anschluss zu gewinnen. Patienten können mit Ihrem Smartphone innerhalb eines kurzen Augenblicks auf das digitale Rezept zugreifen, nachdem sie es von ihrem behandelnden Arzt erhalten haben. Das E-Rezept kann anschließend in einer Apotheke ihrer Wahl eingelöst werden – ganz digital mit dem Smartphone. Wo uns nordische Länder die vergangenen Jahre voraus waren, versuchen wir nun aufzuholen. Institutionen und Organisationen, die Wert auf Datenschutz legen, sind wir offener gegenüber. Und auch wenn die Ausstellung eines digitalen Rezepts aktuell in der Praxis länger dauert als die Erstellung eines üblichen Rezepts, so ist es der richtige Schritt. Sicher werden sich auch hier in naher Zukunft Wege auftun, die Prozesse vereinfachen und mit deren Hilfe Vorordner auch genauso schnell regelmäßig identische Rezepte mit nur einem Knopfdruck schneller ausgeben können. Patienten bleibt nur zu hoffen, dass ihre Daten durch die Telematik-Infrastruktur und die an das System angeschlossenen Systeme sicher sind. Und machen wir uns nichts vor. Bereits vor oder kaum nachdem das E-Rezept in Deutschland verfügbar sein wird, werden sich wahrscheinlich auch neue kritische Stimmen unter die Berichterstattung mischen. 

Wie wichtig persönliche Daten, zu jeder Zeit und nicht nur in Bezug auf die Gesundheit, das wird in Deutschland langsam bewusst; zwar sehr langsam, aber es findet ein leichtes umdenken der Gesellschaft statt. Wenn Geräte wie die Apple Watch oder das iPhone 11 / iPhone 11 Pro dieses Jahr wieder auf dem persönlichen Wunschzettel stehen, dann spielen Dinge wie die innovative Überwachung eigener Gesundheitsdaten oder die integrierte Kamera sicher eine große Rolle im Entscheidungsprozess. Die Gelegenheit, dass die Daten aber zu jeder Zeit bei mir liegen, nur ich sie verwalten kann und sie von keiner anderen Person ohne meine Zustimmung eingesehen werden können, ist aber auch eine ebenso, wenn nicht sogar ein um ein vielfach großes Feature, was uns der Konzern bietet. Und wenn am morgigen Black Friday, dem Tag nach Thanksgiving, zahlreiche Händler mit Angeboten locken, empfiehlt es sich als Anwenderin bzw. als Anwender, sich eben genau mit den Themen zu beschäftigen, die bereits aktuell für uns wichtig sind und die auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Denn letztlich möchte die Gesellschaft auf der einen Seite vom Fortschritt profitieren und Dinge wie das E-Rezept einsetzen. Die eigene Sicherheit über die Daten auf dem Smartphone darf aber nicht vernachlässigt werden und wir müssen uns es werden letztlich eben die Personen im Vorteil sein, die sich mit dem Thema etwas mehr beschäftigen und die die Hoheit über ihre Daten behalten möchten.

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Erläuterung Foto: Datenschutz ist auf dem iPhone und unter iOS mehr als ein Feature. Es ist ein elementarer Bestandteil. Foto: Apple Inc.

DW
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