Endlich Mutter – und was nun?

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Endlich Mutter. Neun Monate lang fiebern Frauen dem Geburtstermin ihres Babys entgegen. Vor allem wenn es sich um das erste Kind handelt, ist die Vorfreude kaum auszuhalten. Jedes Ratgeberbuch wird verschlungen, um gut gewappnet in die Mutterschaft zu starten. Ist der neue Mensch auf der Welt, möchten frischgebackene Mütter nichts falsch machen. Es gibt jedoch Aspekte, auf die man sich nur bedingt vorbereiten kann. Dazu gehören zum Beispiel der eigene emotionale Zustand sowie plötzliche Änderungen in der Partnerschaft. Auf andere Veränderungen wiederum kann man sich besser einstellen. Dieser Artikel verrät, was angehende Mütter von der Zeit nach der Geburt zu erwarten haben.

Ganz normal: Der Wochenfluss

Eine Geburt ist für Frauen eine extrem große Anstrengung. Und auch danach befindet sich der Körper für einige Zeit im Ausnahmezustand. Schließlich versucht er, wieder in einen normalen Rhythmus zu kommen und sich im wahrsten Sinne des Wortes vom Kind „zu lösen“. Ein Thema, das in diesem Zusammenhang eine Rolle spielt, über das aber nur selten gesprochen wird, ist der Wochenfluss. Aber was ist Wochenfluss genau? Durch die Geburt entsteht dort, wo vorher die Plazenta war, eine regelrechte Wunde. So wie jede andere Wunde auch, muss sie langsam abheilen. Bei diesem Prozess entsteht ein Wundsekret, das ausgeschieden wird – der Wochenfluss. Wie lange er andauert, ist von Frau zu Frau verschieden. Üblicherweise ist die Heilung nach zwei bis acht Wochen abgeschlossen. Eine gesunde Ernährung und bewusste Entspannung können den Heilprozess beschleunigen.

Keine Panik, falls er auftritt: Der Babyblues

Nach der ersten Freude am Tag der Geburt verfallen viele Frauen in eine leichte Depression. Dies hängt mit der Umstellung und dem plötzlichen Verantwortungsgefühl zusammen, mit dem oftmals ein Gefühl von Angst und Überforderung einhergeht. Die Befürchtung, etwas falsch zu machen und eine schlechte Mutter zu sein, ist jedoch völlig normal. Hinzu kommt, dass Hormone dieses Gefühl zusätzlich unterstützen. So berichten viele Mütter davon, dass sie gerade mit dem Milcheinschuss intensive Gefühle erleben, die ihnen fremd vorkommen. Auch andere gesundheitliche Faktoren begünstigen die sogenannte Wochenbettdepression.

Wichtig: Schlaf nachholen

Dass man mit einem Neugeborenen keinen regelmäßigen Schlafrhythmus hat, ist nichts Neues. In den meisten Fällen wacht der Säugling nachts auf, da er Hunger hat und zudem die Nähe der Mutter sucht. Wenn möglich, sollte frau den versäumten Schlaf tagsüber in Form von langen Nickerchen nachholen. Zudem ist es ratsam, sich mit dem Partner bei den „Nachtschichten“ abzuwechseln. Bekommt die Mutter zu wenig Schlaf, erhöht das ihre Gereiztheit und kann den Heilungsprozess des Körpers deutlich verlangsamen.

Plötzlich drei: Eine neue Rollenverteilung

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Mit der Geburt eines Kindes rückt gerade in den ersten Jahren die Partnerschaft in den Hintergrund. Das ist ganz normal, denn schließlich hat das Wohl des Kindes nun oberste Priorität. Dennoch: Paare sollten immer wieder bewusst Zeit für Zweisamkeit einplanen. Stärkt man die Bindung, fühlt sich niemand vernachlässigt, und auch das gemeinsame Elternsein fällt leichter. Essenziell wichtig ist es, Verantwortungen gut zu verteilen. So können sich gleich schon zu Anfang die neuen Rollen so entwickeln, dass sich jeder in ihnen wohlfühlt.

P.
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