Stiftung Kindergesundheit: Aktiv für das Recht der Kinder auf Gesundheit

Beitrag teilen

Als besonders wichtig bezeichnet die in München beheimatete Stiftung Kindergesundheit den Artikel 24 der Konvention: In diesem Artikel wird das Recht der Kinder „auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit“ festgeschrieben. Die Stiftung hat sich von Anfang an der Verwirklichung dieser Aufgabe verschrieben und präsentiert die praktische Umsetzung des vorhandenen Wissens bei einer Reihe von Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums.

Anzeige

„Bereits bei ihrer Gründung 1997 hat sich die Stiftung Kindergesundheit neben der Förderung von Wissenschaft und Forschung auch die wirksame Information von Öffentlichkeit und Entscheidungsträgern über aktuelles und praxisrelevantes Wissen zum Ziel gesetzt“, berichtet Kinder- und Jugendarzt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. „Die aktuellen Veranstaltungen rund um das Jubiläum der Kinderrechtskonvention bieten uns eine gute Möglichkeit dazu, die Öffentlichkeit über die Zielsetzung und die praktische Arbeit der Stiftung zu informieren“.

Den Auftakt zur Informationskampagne bietet der Gesundheitstag des Bayerischen Rundfunks am 22. Oktober. Zum Abschuss des Tages sendet das Bayerische Fernsehen um 20.15 Uhr die informative und unterhaltsame Sendung „Gesundheit! Die Show“. Regisseurin Caroline Link, Schirmherrin der Stiftung Kindergesundheit und Professor Koletzko nehmen als Expertenteam an der Sendung teil und vermittelten Fakten zur Gesundheitssituation der Kinder in Deutschland. Schon um 19 Uhr wird Professor Koletzko in der Sendung „Gesundheit“ zum Stillen interviewt.

Bereits einen Tag darauf, am 23. Oktober geht in der „Botschaft für Kinder“ von SOS-Kinderdorf Berlin das Werkstattgespräch „Kinderperspektiven: Gesundheit von morgen kindgerecht denken“ über die Bühne. Professor Koletzko berichtet dort vor Teilnehmern aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft in einem Impulsvortrag über die durch strukturelle Unterfinanzierung induzierte krisenhafte Lage der gesundheitlichen Versorgung von Kindern mit schweren, chronischen und seltenen Erkrankungen und über die Maßnahmen, die zu ihrer Verbesserung unumgänglich sind.

Dieses brennende Thema greift auch eine am 17. Oktober im Hessischen Landtag eingereichte „Große Anfrage“ an die dortige Landesregierung auf. Die Antragsteller verweisen auf die Cope-Studie der Universität Köln, welche auf den aktuellen Versorgungsnotstand in Kinderkliniken durch zu wenig Pflegepersonal und zu wenige Ärzte hinweist, was dem zunehmenden ökonomischen Druck durch das deutsche Fallpauschalensystem geschuldet sei. Die Antragsteller betonen, dass die Bedürfnisse von Kindern und der fachbedingte Mehraufwand der Pädiatrie im derzeitigen Entgeltsystem nicht ausreichend berücksichtigt werden und dass hier schwerwiegende Verstöße gegen die Kinderrechtskonvention vorliegen.

Auch im November geht die Öffentlichkeitsinitiative der Stiftung Kindergesundheit weiter. In der Sendung „Bildung und Gesundheit“ des Bayerischen Rundfunks am 13. November um 10:05 Uhr (BR 2) stellt Giulia Roggenkamp, Generalsekretärin der Stiftung Kindergesundheit im Gespräch mit Dr. Marianne Koch unter anderem die erfolgreichen Stiftungs-Projekte DIE RAKUNS und TigerKids vor und beantwortet Fragen aus der Zuhörerschaft.

Anwälte kicken für die Kinderrechte

Zugunsten der Stiftung Kindergesundheit findet am 13. und 14. November ein Kickerturnier für Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen in München statt unter dem Motto: „Wir kicken für die Kinderrechte“. Selbiges ist für Frankfurt in der Planung. Patentanwälte und die Mitarbeiter von Patentabteilungen sind am 14. November in München zu einem Kickerturnier zugunsten der Stiftung geladen.

„Dein Recht auf Gesundheit“

Am 30. November 2019 ist dann wieder Berlin an der Reihe: Dort veranstaltet das SOS-Kinderdorf in der „Botschaft für Kinder“ das „Festival der Kinderrechte“ unter dem Motto „Dein Recht auf Gesundheit“. Mit spielerischen Mit-Mach-Aktionen thematisiert die Stiftung Kindergesundheit das Recht auf Gesundheit. Das Durchführen von Experimenten, Bewegungsübungen und kleineren Aufgaben am Stand der Stiftung Kindergesundheit wird anschließend mit einer Urkunde und einem „ICH-Mit-Mach-Heft“ zum Ausfüllen belohnt.

„Gesundheit fängt früh an“, betont Professor Dr. Berthold Koletzko. „Jedem Kind sollte die Möglichkeit zur gesunden Entwicklung und zur Verhinderung vermeidbarer Krankheiten gegeben werden. Maßnahmen der Prävention müssen für alle Kinder und Jugendliche von Anfang an zugänglich sein, unabhängig von der sozialen, ethnischen und finanziellen Situation der betreffenden Familien. Die auch von Deutschland unterzeichnete UN-Konvention sichert Kindern das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit zu und legt fest, dass das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen ist. Die unterzeichnenden Staaten haben sich verpflichtet, für die Gesundheitsversorgung eine angemessene Zahl und fachliche Eignung des Personals sicherzustellen und Maßnahmen unter Ausschöpfung ihrer verfügbaren Mittel zu treffen. In Deutschland fehlt es weiterhin an der Umsetzung, zu Lasten vor allem der Kinder mit schweren, chronischen und seltenen Erkrankungen. Die Stiftung Kindergesundheit unterstützt deshalb nachhaltig die in den Koalitionsvertrag aufgenommene Forderung nach einer ausdrücklichen Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Damit könnten Familien die tatsächliche Umsetzung der Kinderrechte auch einfordern“.

idw 2019/10
Beitrag teilen
Anzeige

Diese Website nutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Finden Sie weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung. Zur Datenschutzerklärung