11. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) eröffnet

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Heute eröffnete in Düsseldorf die 11. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Dabei handelt es sich um den größten deutschsprachigen Kongress der Nierenheilkunde. Die Kongressbesucher erwartet ein breit gefächertes Programm von der Grundlagenforschung bis hin zur praxisnahen Fortbildung. Ein besonderes Augenmerk liegt neben der Prävention und Gesunderhaltung der Nieren (v.a. mit Blick auf Adipositas, Hypertonie, Diabetes mellitus), auf der Versorgung von Menschen mit Nierenkrankheiten. Umfassend diskutiert werden neben dem großen Mangel an Spenderorganen auch Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen. Sabine Weiss, Wesel, (MdB und Parlamentarische Staatsekretärin im Gesundheitswesen) sprach in ihrem Eröffnungsvortrag zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung in der Transplantationsmedizin“.

Weiterhin wurden heute auch die höchsten Ehrungen der DGfN verliehen: Die Franz-Volhard-Medaille dient der Würdigung langjähriger, herausragender Leistungen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Prof. Dr. Reinhard Brunkhorst, Hannover, erhielt diese hohen Auszeichnung. Unter den wissenschaftlichen Schwerpunkten von Prof. Brunkhorst die in über 150 Publikationen festgehalten werden, sind sowohl seine Veröffentlichungen zu klinischen und experimentellen Untersuchungen zum hepato-renalen Syndrom im Zusammenhang mit der Vielzahl chronischer Lebererkrankungen und dem Leber-Transplantationsprogramm, als auch der Publikation von klinischen und experimentellen Ergebnissen auf dem Sektor der Peritonealdialyse, besonders hervorzuheben. Neben der klinischen Tätigkeit ist Prof. Brunkhorst Herausgeber der Zeitschrift „Hochdruck und Nierenkranklheiten“, Von besonderer Bedeutung ist sein Buch ,,Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie in der Inneren Medizin‘‘, welches er in Zusammenarbeit mit J. Schölmerich veröffentlicht hat (2018 in der zweiten Auflage).

Der Franz-Volhard-Preis zur Förderung herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nierenforschung wurde heute Prof. Dr. Rafael Kramann, Aachen, und Prof. Dr. Catherine Meyer-Schwesinger, Hamburg, verliehen. Während der Fokus der Forschungsarbeiten von Prof. Kramann auf dem zellulären Ursprung und der molekularen Regulation von Fibrose und Arteriosklerose mit vaskulärer Verkalkung liegt, ist das übergeordnete Ziel von Prof. Meyer-Schwesinger die Progression glomerulärer Schäden zu reduzieren, indem sie die Relevanz der Proteinhomöostase im Ubiquitin Proteasomalen System (UPS) und der Autophagie in verschiedenen Glomerulonephritiden untersucht.

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Pressekontakt
Pressestelle der DGfN
Dr. Bettina Albers
presse@dgfn.eu
Tel. 03643/ 776423 / Mobil 0174/ 2165629

idw 2019/10
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