Forschen für mehr Spaß an Bewegung

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Gelsenkirchen. Entgegen dem Trend zu weniger Bewegung wollen Sportwissenschaftler von „medicos.AufSchalke“ und Forscherinnen und Forscher der Westfälischen Hochschule in den kommenden Jahren digitale Lösungen entwickeln, die Menschen animieren, mehr Sport und Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Laut DKV-Report 2018 (Deutsche Krankenversicherung) erreichten im zurückliegenden Jahr nur noch 43 Prozent der Deutschen das international anerkannte ausreichende Aktivitätsniveau der World-Health-Organization (WHO). 2010 schafften noch 60 Prozent diese Marke. Mangelnde körperliche Aktivität wirkt sich aber nicht nur negativ auf die körperliche Gesundheit aus, sondern auch auf das subjektive Wohlbefinden: Ausreichende Bewegung in der Freizeit gelte als gute Methode zum Stressabbau, so Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln und wissenschaftlicher Leiter des DKV-Reports. Wer also insgesamt nicht ausreichend körperlich aktiv sei, kann unter Umständen seinen Alltagsstress nur unzureichend kompensieren und sei demnach anfälliger für psychosomatische Leiden, resümierte Froböse.
Doch wie sollen Bewegungsmuffel zu mehr Aktivitäten motiviert werden und wie können Digitalisierungstechnologien dabei helfen? An dieser Stelle setzt das Projekt „Next Level Sports“ (NLS) an, für das Dorothee Feller, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Münster, einen Förderbescheid an die Westfälische Hochschule mit einer Fördersumme von rund einer Million Euro überreicht hat. In dem Projekt entwickelt die Westfälische Hochschule unter der Leitung der Informatikprofessoren Dr. Gregor Lux und Dr. Jens Gerken für unterschiedliche Nutzergruppen bestimmte Anwendungsszenarien, erlebnisorientierte Virtual-, Augmented- sowie Mixed-Reality-Sport- und Bewegungsangebote und erprobt diese anschließend beim Kooperationspartner „medicos.AufSchalke“. Die Entwicklungen sind gedacht für die medizinische Bewegungstherapie in der Rehabilitation, zur Prävention für Alltagssportlerinnen und -sportler, für junge Menschen, die an regelmäßige Angebote herangeführt werden sollen und für bereits leistungsorientierte „Multisportler“, die ihr Trainingsprogramm um sportwissenschaftlich fundierte Trainingskonzepte erweitern können. Mit verschiedenen digitalen Ideen sollen spielerische Aspekte als Mittel zur Bewegung und Stressbewältigung im Vordergrund stehen und auch über lange Zeiträume die Beweglichkeit und Koordination der Menschen fördern.

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Ihre Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, Campus Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-461, E-Mail praesident@w-hs.de
Ulla Lütkehermölle, Pressestelle der Bezirksregierung Münster, Telefon (0251) 411-1066, E-Mail pressestelle@brms.nrw.de
Martin Schulmann, Pressesprecher der Stadt Gelsenkirchen, (0209) 169-2374, martin.schulmann@gelsenkirchen.de

Autor der Meldung: Michael Völkel

idw 2019/10
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