Damit ermöglichen die beiden Verbände die strukturierte Erhebung und Verwertung urologischer Versorgungsdaten für Forschungszwecke, die zu einer weiteren Verbesserung der urologischen Patientenversorgung in Deutschland beitragen werden. Im Fokus stehen dabei häufige urologische Krebserkrankungen wie das Prostatakarzinom, Harnblasenkarzinom und Nierenzellkarzinom. Untersucht werden beispielsweise die Auswirkungen der Behandlung auf die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.

Mit ihrer Kooperation haben DGU und d-uo nun praktische Strukturen für den Umgang mit den notwendigerweise großen Datenmengen in der Versorgungsforschung geschaffen. Bei der elektronischen Erhebung der Daten verbindet die Datenbank der d-uo die verpflichtende Meldung eines jeden onkologischen Falls an das zuständige Landeskrebsregister mit der Erfassung zusätzlicher forschungsrelevantere Parameter.
Die Datenhoheit liegt laut Deutscher Uro-Onkologen ausschließlich bei den einzelnen Uro- Onkologen sowie bei d-uo. Jeder Patient, jede Patientin erteilt die Autorisierung zur Nutzung seiner persönlichen Daten per Unterschrift.

Interessierte Urologinnen und Urologen können bereits jetzt dazu beitragen, die urologische Versorgungsforschung zu intensivieren: Erste Studien sind angelaufen beziehungsweise stehen kurz vor dem Start.

idw 2019/09