Klinische Forschung und Patientenversorgung nachhaltig verbessern

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Das Konsortium SMITH – Smart Medical Information Technology of Healthcare – steht für die nachhaltige Nutzung von Versorgungsdaten in der Medizinischen Forschung und die langfristige Verbesserung von Diagnose, Prävention und Therapie. SMITH ist ein Projekt der durch das BMBF geförderten Medizininformatik-Initiative. Am 17. und 18. September 2019 findet im dbb forum Berlin der erste Kongress des Konsortiums unter dem Motto „New Horizons in Digital Health“ statt. Aufgezeigt werden sollen das Potenzial der Medizininformatik-Initiative für die Zukunft und der Mehrwert der Digitalen Medizin anhand der Anwendungsfälle aus den Bereichen der Intensiv-und Infektionsmedizin.

Das Konsortium SMITH orientiert sich an den aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung und an der Einführung von E-Health-Maßnahmen im Gesundheitswesen. Aufgabe der Forscher, Kliniker und Informatiker ist es, die Daten und Proben, die im Rahmen der Krankenversorgung an den beteiligten Universitätsklinika erhoben werden, für die klinische Forschung nutzbar zu machen und Möglichkeiten des Datenaustausches zwischen den Universitätsklinika und anderen Forschungspartnern zu schaffen. Für die Gesundheits- und Patientenversorgung können so neue Potenziale erschlossen werden für Diagnose, Therapie und letztlich das Behandlungsergebnis. Ziel von SMITH ist die präzisere Diagnostik und Behandlung von Intensivpatienten (Anwendungsfall ASIC) sowie der zielgerechte Einsatz von Antibiotika bei bakteriellen Infektionen (Anwendungsfall HELP). Hierfür arbeiten in SMITH aktuell 18 Partner aus Forschung und Industrie eng zusammen und bauen an derzeit sieben Universitätsklinika, die über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind, Datenintegrationszentren auf.

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Vom 17. – 18.09.2019 findet der 1. Kongress des SMITH Konsortiums im dbb forum berlin statt. Ausgehend von den Fortschritten des Konsortiums bietet der Kongress eine Plattform zum Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und einem breiten Spektrum von Akteuren im Gesundheitswesen. Erforderliche Veränderungen der derzeitigen Versorgungsstrukturen und die Möglichkeiten digital unterstützter Gesundheitsversorgung werden diskutiert. Ein zentraler Aspekt ist dabei eine hochwertige Versorgung mit Behandlungsansätzen, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht.

Der erste Kongresstag wird sich zum Auftakt dem Potenzial der Medizininformatik-Initiative für die Fortentwicklung der medizinischen Versorgung widmen. In interaktiven Sessions haben die Teilnehmer am Nachmittag die Möglichkeit, sich über die Anwendungsfälle von SMITH zu informieren. Der Tag schließt mit der gemeinsamen nationalen Kooperation der Konsortien der Medizininformatik-Initiative. Vertreter von DIFUTURE, HIGHmed und MIRACUM werden ihre Konsortien präsentieren. Die Thematik des Roll-Out, d. h. der Integration von Versorgung und klinischer Forschung über Sektorengrenzen der ambulanten und stationären Versorgung hinweg, ist Schwerpunkt des zweiten Kongresstages. Den Abschluss bildet eine internationale Perspektive zur Bedeutung und zum Entwicklungsstand der digitalen Medizin.

Ministerialrätin Eva Nourney, Referatsleiterin des Referats 613 – Neue Methoden und Technologien in den Lebenswissenschaften, wird als Vertreterin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung den Kongress eröffnen. Dr. Gottfried Ludewig, Leiter der Abteilung für Digitalisierung und Innovation des Bundesministeriums für Gesundheit sowie weitere hochkarätige Experten der Medizininformatik und des Gesundheitswesens werden die Debatte an zwei Tagen fortführen.
Erwartet werden 200 Gäste aus Gesundheitswesen, Wirtschaft und Wissenschaft.

Hintergrund

Ziel der Medizininformatik-Initiative (MII) ist die Verbesserung von Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen. Diese sollen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die MII bis 2021 mit über 160 Millionen Euro. In den vier Konsortien DIFUTURE, HiGHmed, MIRACUM und SMITH arbeiten alle Einrichtungen der Universitätsmedizin in Deutschland an über 30 Standorten gemeinsam mit Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Krankenkassen und Patientenvertretern daran, die Rahmenbedingungen zu entwickeln, damit Erkenntnisse aus der Forschung direkt den Patienten erreichen können. Datenschutz und Datensicherheit haben dabei höchste Priorität.
Im Konsortium Smart Medical Information Technology for Healthcare (SMITH) haben sich neun Universitätsklinika sowie neun weitere Partner aus Forschung und Industrie zusammengeschlossen. SMITH wird von 2018 bis 2021 mit einem Gesamtfördervolumen von ca. 45 Millionen vom BMBF gefördert.

Weitere Informationen:

SMITH Geschäftsstelle
Cornelia Dolling
Tel. +49 341 97-16720
E-Mail: cornelia.dolling@life.uni-leipzig.de

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Universitätsklinikum Leipzig
Helena Reinhardt
Tel. +49 341 97-15905
E-Mail: presse@uniklinik-leipzig.de

idw 2019/09
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