Die 33-Jährige kommt von der Yale University in New Haven (USA). Zurzeit forscht sie im Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der UDE. Dort möchte die promovierte Biochemikerin herausfinden, wie der sogenannte Golgi-Apparat in Zellen auf zu starke Belastungen von außen reagiert. Unter normalen Bedingungen sortiert und modifiziert er bestimmte Proteine.

Häufen sich Fehler, kommt es zum Zell-Stress. Dadurch können neurodegenerative Krankheiten entstehen, bei denen Zellen des zentralen Nervensystems schrittweise absterben. Doris Hellerschmied hofft, durch ein molekulares Verständnis der Stressantwort eine bessere Erklärung der damit verbundenen Erkrankungen zu erreichen.

Im ZMB, geleitet von Prof. Michael Ehrmann, wird die gebürtige Österreicherin biologisch-chemische Experimente durchführen. „In Versuchen mit dem Golgi konnten wir bereits durch die Entfaltung von Proteinen Stress auslösen und zeigen, dass sie danach aus dem Teil der Zelle entfernt werden“, so die Forscherin. Während falsch zusammengesetzte Proteine abgebaut würden, schlössen sich nicht gefaltete u.a. mit sogenannten Chaperonen zusammen, die die Aufgabe haben, sie bei ihrer Faltung zu unterstützen.

Der Sofja Kovalevskaja-Preis ist einer der höchst dotierten deutschen Wissenschaftspreise und wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Fünf Jahre lang können die ausgezeichneten Forschertalente mit dem Preisgeld ein eigenes Projekt an einem Institut ihrer Wahl in Deutschland durchführen und eigene Arbeitsgruppen aufbauen.

Hinweis für die Redaktion:
Ein Foto von Dr. Doris Hellerschmied (Fotonachweis: UDE) stellen wir Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung:
https://www.uni-due.de/imperia/md/images/pool-ps/downloads/2019-08-16_hellerschmied_doris_c_ude.jpg

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/37-91487, alexandra.niessen@uni-due.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Zentrum für Medizinische Biotechnologie, Mikrobiologie
Dr. Doris Hellerschmied, Tel. 0201/18 3-3120, doris.hellerschmied@uni-due.de
Prof. Dr. Michael Ehrmann, Tel. 0201/18 3-2949, michael.ehrmann@uni-due.de

 

idw 2019/08