Themenschwerpunkte des Kongresses sind „Hausärztliche Arbeit sichtbar machen“, „Hausärztliche Arbeit bewerten“ und „Hausärztliche Arbeit im internationalen Vergleich“. Präsentiert wird in attraktiven Formaten, zum Beispiel als „Science Slam“, in „One-Slide-Five-Minutes“, einem „Werkstattbericht“ oder dem bei Niedergelassenen beliebten Format „Aus der Praxis für die Praxis“. Zugleich soll aber auch ein größerer Bogen gespannt werden, indem der Wandel von Gesundheitssystemen am Beispiel der Gastländer Ukraine und Tschechien sowie in den neuen Bundesländern bei der Wiedervereinigung beleuchtet wird. Die DEGAM-Forderung nach einem Primärarztsystem in Deutschland ist an vielen Stellen des Programms sichtbar.

Insgesamt vier Keynote-Lectures laden zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung ein: Prof. Micha Brumlik spricht im Rahmen der Hufeland Lecture über „Ärztliches Handeln als ethische Praxis“. „Zu viel und zu wenig Medizin – die richtige Dosis finden“ lautet der Titel von Prof. David Klemperers Keynote. Und Prof. Johannes Siegrist fragt: „Wie kann hausärztliche Arbeit zur Gesundheit der Bevölkerung beitragen? Herausforderungen an die ärztliche Professionalität“. Abgerundet wird das Programm von einer spannenden Podiumsdiskussion mit dem Titel „Gesundheitssysteme im Wandel“.

Auf dem diesjährigen DEGAM-Kongress wird wieder der renommierte Dr. Lothar-Beyer-Preis verliehen. Außerdem finden Neuwahlen zum Präsidium statt. Prof. Erika Baum wird nicht erneut kandidieren. Sie ist Haupt-Organisatorin des nächsten Europäischen Kongresses für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, der Ende Juni 2020 in Berlin und damit erstmals in Deutschland stattfinden wird. Dort wird dann auch der folgende DEGAM-Kongress integriert.

Bis zum 31. Juli gilt bei der Anmeldung für Erlangen der Frühbucher-Tarif.

idw 2019/07